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Veranstaltungen

Virtueller Workshop „Das Bild in Bilderbüchern – Seine Geschichte und pädagogische Bedeutung in transnationaler Perspektive“

Der vierte Workshop aus der Reihe „PICTURA paedagogica: Pädagogisches Wissen in Bildern" der BBF findet virtuell am Freitag, 7. Mai 2021 statt und widmet sich den Bilderbuchillustrationen. Anmeldungsfrist ist Freitag, 30. April 2021.

Der Workshop will die speziell für Kinder gestalteten Abbildungen in Bilderbüchern im Hinblick auf ihre Geschichte, ihre charakteristischen Formen und deren Wandel als Medium zur Wissensvermittlung untersuchen. Letztendlich geht es um ihre Bedeutung für die Ausbildung von Literacy, also der Fähigkeit, die Welt und deren Repräsentationen zu verstehen.

Bilderbücher gelten heute als zentral für die Entwicklung des kindlichen Vermögens, die Welt zu verstehen und sie sich zugänglich zu machen. Als die ersten Bücher, die ihnen vorgelesen und erklärt werden, führen sie Kindern überhaupt in die Welt und ihre kulturellen Repräsentationen ein. Gleichzeitig ist ihre Verbreitung und Nutzung in historischer Perspektive nicht auf alle Bevölkerungsgruppen gleich verteilt und nicht alle nutzen sie; so zeigen etwa Ergebnisse der im Oktober 2020 veröffentlichten Studie der Stiftung Lesen, dass 32 % der Eltern in Deutschland ihren Kindern kaum vorlesen. Gerade Bilder und damit auch Bilderbücher scheinen auf den ersten Blick eine weniger starke kulturelle Verortung und auch eine weniger starke Bindung an Sprache aufzuweisen – viel weist in historischer und transnationaler Perspektive allerdings darauf hin, dass das so einfach nicht zutrifft.

Die ersten – meist religiösen – Buchillustrationen fanden sich in Europa und in Nordamerika vor allem in Bibeln oder in Andachtsliteratur. Den Anfang des illustrierten Kinder(sach)bilderbuchs bildete das berühmte "Orbis sensualium pictus“ ("Die sichtbare Welt") des Tschechen Johann Amos Comenius, erstmals erschienen 1658, an dem sich die vielen folgenden und in unterschiedlichen nationalen und kulturellen Kontexten entstehenden Kinderbilderbücher orientierten. "A Little Pretty Pocket-Book“ von John Newbery aus dem Jahr 1744 gilt als das früheste illustrierte englische Geschichtenbuch für Kinder. Ende des 18. Jahrhunderts begann Friedrich Justin Bertuch mit der Herausgabe seines "Bilderbuch(s) für Kinder“. Es entstand in vielen verschiedenen Sprachen und wurde an unterschiedlichen Orten veröffentlicht. Er bezeichnete darin nicht nur das Bilderbuch bereits als "unverzichtbar" für die Kindererziehung, sondern wies auch darauf hin, dass sich das Kinderauge noch in der Entwicklung befände und die Illustrationen dies berücksichtigen sollten.

Konferenzsprache ist Englisch.

Organisation: Dr. Stefanie Kollmann, Lars Müller und Prof. Dr. Sabine Reh

Informationen und Workshopprogramm

 

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis spätestens Freitag, 30. April, bei Stefanie Kollmann (E-Mail: a29sbG1hbm5AZGlwZi5kZQ==, Tel.: +49 (0)30.293360 – 637) an. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze jedoch begrenzt.

zuletzt verändert: 05.03.2021