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Forschung

WiNK – Wissen in der Nachbarschaft von Kindern

Das Projekt WiNK untersucht die Entwicklung thematischer Nachbarschaftseffekte und deren Zusammenhänge mit Schriftsprache und Kreativität.

Projektbeschreibung

Im Projekt WiNK beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von thematischem Wissen – also das Wissen über den Zusammenhang zwischen Dingen, Personen oder Konzepten, die häufig gemeinsam auftreten. Ein Beispiel: Ein (Sport-)Drache und Wind treten oft miteinander auf – es sind thematische Nachbarn. Wenn sie gemeinsam auftreten, kann man viel über beide lernen. Wie lasse ich den Drachen los? Von wo kommt der Wind? Im Gegensatz dazu sind ein Drache und ein Segel über ihr Aussehen und ihre Funktion verbunden. Eines davon wird meist auf dem Wasser benutzt, das andere meist an Land.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass thematisches Wissen in der frühen Kindheit besonders wichtig für die Entwicklung von Bedeutungswissen ist. Außerdem gibt es in der Forschung erste Hinweise darauf, dass auch das Leseverständnis und die sprachliche Kreativität mit thematischem Wissen verbunden sein könnten. In unserem Forschungsprojekt interessiert uns deshalb, wie sich die Einschätzung von Bedeutungsnachbarn in der frühen Kindheit, in der mittleren Kindheit und im Erwachsenenalter unterscheidet und ob diese Einschätzungen mit dem Leseverständnis und sprachlicher Kreativität zusammenhängen.

Forschungsfragen

  • Wie ist das Bedeutungswissen von Kindern organisiert?
  • Sind thematische Bedeutungszusammenhänge für Kinder wichtiger als taxonomische?
  • Hängt thematisches Bedeutungswissen bei Kindern mit dem Lesen und sprachlicher Kreativität zusammen?

Finanzierung

IDeA-Zentrum

Publikationen

Schmitterer, A.M.A., & Schroeder, S. (2019). Young children’s ability to distinguish thematic relations: Development and predictive value for early reading. Cognitive Development, 50, 22-35. doi:10.1016/j.cogdev.2019.01.002

Projektleitung

Dr. Alexandra Schmitterer

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
7/2020 – 12/2021
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Abteilung: Bildung und Entwicklung
Kontakt: Dr. Alexandra Schmitterer, Habilitandin
zuletzt verändert: 03.09.2020

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