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Briefwechsel Eduard Spranger und Käthe Hadlich als Online-Edition

Briefwechsel Eduard Spranger und Käthe Hadlich als Online-Edition

Der Briefwechsel zwischen Eduard Spranger (1882–1963) und Käthe Hadlich (1872–1960) wurde mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in einer frei zugänglichen Online-Edition bereitgestellt.

Projektbeschreibung

Eduard Spranger war Philosoph, Pädagoge und Psychologe. Er war maßgeblich beteiligt an der Etablierung der Pädagogik als selbstständiger akademischer Disziplin und beeinflusste die Lehrerausbildung in Deutschland. Er gilt als einer der profiliertesten Vertreter der geisteswissenschaftlichen Pädagogik und hat die pädagogische Diskussion in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Spranger zahlreiche Ehrungen.

Ein zentraler Bestandteil der Lebensführung Sprangers war die briefliche Kommunikation. Eine seiner wichtigsten Briefpartnerinnen war Käthe Hadlich (1872–1960). In ihr hatte Spranger fast 60 Jahre lang eine Vertraute, die ihn mit ihrem Verständnis und ihren Reaktionen in seinem Streben nach männlicher Selbstverwirklichung als Gelehrter unterstützte.

Der Briefwechsel mit ihr umfasst mehr als 4.500 Briefe und Postkarten und reicht von 1903 bis 1960. In ihm werden nahezu alle Themen und Lebensbereiche Sprangers berührt. Wegen seines Umfangs und seiner Genauigkeit kann er als eine Art Tagebuch gelten. Er stellt das zentrale Medium der Sprangerschen Selbstreflexion dar, die er selbst wiederum für sein wissenschaftliches Werk als grundlegend erachtete.

Der in einem früheren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Sacher (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) bereits transkribierte Briefwechsel wurde, wiederum mit Förderung der DFG, nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) ausgezeichnet und in einer frei zugänglichen Online-Edition zur Verfügung gestellt. Herausgeber der Edition sind Prof. Dr. Karin Priem (Universität Luxemburg), Prof. Dr. Klaus-Peter Horn (Universität Göttingen) und die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des DIPF.

Aufgrund des Relaunches der BBF-Website muss die Edition auf ein neues System umgesetzt werden. Sie wird in Kürze wieder zugänglich sein.

Finanzierung

Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Förderprogramms „Kulturelle Überlieferung“ gefördert.

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
03/2008 - 08/2011
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Abteilung: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Kontakt: Dr. Stefan Cramme, Leitung
zuletzt verändert: 12.09.2017