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Forschung

Applying Social Production Function Theory to Benefits of Schooling: The Concept of Values of Education

Welchen Wert messen Schülerinnen und Schüler ihrer Schulbildung bei? Es geht eben nicht nur ums Geld: Die Autorinnen und Autoren des Beitrags plädieren für die Erweiterung monetärer um differentielle nicht-monetäre Bildungsziele.

Welchen Wert Schülerinnen und Schüler der Schulbildung beimessen und welche unterschiedlichen Aspekte dabei in den Blick genommen werden können, untersucht dieser Beitrag mit dem soziologischen Konzept der Bildungswerte. Fünf Wertdimensionen von Bildung werden analysiert: Stimulation, Komfort, Status, Verhaltensbestätigung und Affekt. Diese Dimensionen sind der Theorie der Sozialen Produktionsfunktion von Siegwart Lindenberg und seinen Kolleginnen und Kollegen entnommen, in der sie als instrumentelle Zwischenziele zur Produktion subjektiven Wohlbefindens konzeptualisiert werden. Mit ihrer Anwendung auf Schulbildung schlagen die Autorinnen und Autoren eine Erweiterung monetärer um differentielle nicht-monetäre Bildungsziele vor. Die empirische Studie mit quantitativen Daten aus Sekundarschulen in Luxemburg und im Schweizer Kanton Bern (Projekt SASAL) zeigt, dass zum einen (zukünftiger) Komfort und sozialer Status und zum anderen Stimulation durch schulisches Lernen von besonderer Bedeutung sind. In beiden Settings werden zudem Unterschiede nach Geschlecht und Migrationshintergrund sichtbar.

Scharf, J., Hadjar, A., & Grecu, A. (2019). Applying social production function theory to benefits of schooling: The concept of values of education. British Journal of Sociology of Education, 40(7), 847-867.

zuletzt verändert: 07.04.2020