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Forschung

Das zolibatäre Leben des Fräulein Maria Lischnewska (1854-1938): „Mensch sein, heißt ein Kämpfer sein“

Beitrag zum Leben und Wirken der preußischen Volksschullehrerin Maria Lischnewska, die gegen die gesetzliche Verankerung von Kinder- und Ehelosigkeit für die damaligen Staatsdienerinnen kämpfte.

Buchcover An der Seite gelehrter MännerDer Beitrag rekonstruiert das Leben der preußischen Volksschullehrerin Maria Lischnewska, die gegen die Zölibatsklausel von 1892, gegen die Verankerung von Kinder- und Ehelosigkeit der Staatsdienerinnen kämpfte. Sie engagierte sich für die Aufwertung ihres Berufsstandes, für die soziale Gleichstellung sowie für eine selbstbestimmte Sexualität – und setzte sich gerade damit harter Kritik aus. Sie gehörte weder eindeutig dem linken noch dem gemäßigten Flügel der Frauenbewegung an, vertrat teilweise nationalistische Interessen. Derart ungeeignet, als Identifikationsfigur zu dienen, zeigen die weitgehend verschütteten Spuren ihres Lebens Gewaltförmigkeit und Einsamkeit eines aufgezwungenen Zölibats.

Löwe, D. & Reh, S. (2017). In S. Häder & U. Wiegmann (Hrsg.), An der Seite gelehrter Männer: Frauen zwischen Emanzipation und Tradition (Bildungsgeschichte. Forschung - Akzente - Perspektiven, S. 33–57). Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt.

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zuletzt verändert: 09.10.2018