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Forschung

Experiments in the Wild: Introducing the Within-Person Encouragement Design

Das Projekt UPWIND untersucht Zusammenhänge von sozialen, motivationalen und kognitiven Prozessen bei Schülerinnen und Schülern. Ein neuer Beitrag stellt jetzt ein Studiendesign vor, das die Untersuchung von individuellen Unterschieden in kausalen Effekten in alltagsnahen Settings erlaubt.

Eines der wichtigsten Ziele von Forschung ist der Nachweis von kausalen Effekten. Durch rein beobachtende Studien ist eine Trennung von Ursache und Wirkung allerdings nur sehr eingeschränkt möglich. Kontrollierte Experimente, die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer zufällig verschiedenen Bedingungen zuweisen, gelten als der höchste Standard, um kausale Mechanismen aufzudecken. Diese Studien erlauben allerdings nur die Identifikation von durchschnittlichen kausalen Effekten.

In diesem Beitrag schlagen die Autoren Andreas Neubauer und Florian Schmiedek der Abteilung Bildung und Entwicklung ein Studiendesign vor, welches auch die Untersuchung von individuellen Unterschieden in kausalen Effekten in alltagsnahen Settings erlaubt. In Simulationsstudien zeigen sie, dass diese Designs unter realistischen Bedingungen einsetzbar sind. Dieser Ansatz soll im Projekt UPWIND genutzt werden, um die Wirksamkeit von Interventionen auf Stimmung und kognitive Leistungsfähigkeit im Alltag von Grundschulkindern zu untersuchen.

Schmiedek, F., & Neubauer, A. B. (in press). Experiments in the wild: Introducing the within-person encouragement design. Multivariate Behavioral Research. doi: 10.1080/00273171.2019.1627660

zuletzt verändert: 21.07.2020