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Forschung

Instruktionssensitivität von Tests und Items

Der Beitrag plädiert dafür, das bislang hierzulande wenig beachtete Konzept der Instruktionssensitivität in den deutschsprachigen Diskurs über schulische Leistungsmessung einzubinden.

Testergebnisse von Schülerinnen und Schülern dienen regelmäßig als ein zentrales Kriterium für die Beurteilung der Effektivität von Schule und Unterricht. Um darüber aber gültige Rückschlüsse ziehen zu können, müssen die Testinstrumente die Effekte auch wirklich messen können, also instruktionssensitiv sein. Jedoch wird diese Voraussetzung nur selten empirisch überprüft. Somit bleibt mitunter unklar, ob ein Test nicht instruktionssensitiv oder ein Unterricht nicht effektiv war. Während die Instruktionssensitivität in den USA bereits seit Langem diskutiert wird, findet das Konzept hierzulande bislang nur wenig Beachtung. Dieser Beitrag zielt daher darauf ab, das Konzept der Instruktionssensitivität in den deutschsprachigen Diskurs über schulische Leistungsmessung einzubetten. Dazu werden drei Themenfelder behandelt, (a) der theoretische Hintergrund des Konzepts, (b) die Messung von Instruktionssensitivität sowie (c) die Identifikation von weiteren Forschungsbedarfen.

Naumann, A., Musow, S., Aichele, C., Hochweber, J. & Hartig, J. (2019). Instruktionssensitivität von Tests und Items. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 22(1), 181–202.

 

zuletzt verändert: 28.10.2019