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Forschung

Neuer Schlauch für alten Wein? Eine konzeptionelle Betrachtung von individueller Förderung im Unterricht.

In diesem Beitrag schlägt Hanna Dumont vor, individuelle Förderung als tiefgreifende Gesamtunterrichtsstrategie zu verstehen und diskutiert damit einhergehnde Implikationen für Schulpraxis und Bildungsforschung.

Der vorliegende Beitrag betrachtet den in Politik und Praxis populären Begriff der individuellen Förderung. Dazu wird zunächst erörtert, in welchen Kontexten und in welcher Form der Begriff bislang verwendet wurde. Anschließend werden im wissenschaftlichen Diskurs etablierte verwandte Konzepte von individueller Förderung und Erkenntnisse aus der kognitiven Lehr-Lern-Forschung sowie der Unterrichtsforschung dargestellt. Darauf aufbauend schlägt die Autorin vor, individuelle Förderung im Sinne einer tiefgreifenden Gesamtunterrichtsstrategie zu verstehen, bei der die Lehrkraft den einzelnen Schülerinnen und Schülern ein an ihre spezifischen Lernvoraussetzungen angepasstes Lernangebot macht und das Ziel einer kontinuierlich zunehmenden Verantwortungsübernahme der Schülerinnen und Schüler für ihren eigenen Lernprozess verfolgt. Abschließend diskutiert sie Implikationen dieser Konzeption für die Schulpraxis und die Bildungsforschung.

Dumont, H. (2019). Neuer Schlauch für alten Wein? Eine konzeptionelle Betrachtung von individueller Förderung im Unterricht. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 22(2), 249–277.

zuletzt verändert: 25.11.2019