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Forschung

When the Dictionary is not enough –Translational Challenges of Conceptual German Terms in Historical Research

Wie kann man bildungshistorische Begriffe aus der Bildungspraxis vom Deutschen ins Englische übersetzen? Der Beitrag untersucht Möglichkeiten, mit daraus resultierenden Bedeutungsverschiebungen umzugehen.

Die Autorin erörtert und problematisiert in dem Beitrag die Möglichkeiten, bildungshistorische Terminologie aus Quellen, die aus dem Umfeld der Bildungspraxis stammen, vom Deutschen ins Englische zu übersetzen. So passt die theoretische und systematische Formulierung eines Konzeptes der heutigen Fachliteratur, das häufig als Grundlage für die Übersetzung dient, nicht ohne weiteres auf konzeptuelle Begriffe, die sprachlich in einem bestimmten lokalen, kulturellen und situativen historischen Umfeld verwendet wurden – beispielsweise an Schulen. Im Text wird dies am Beispiel der Begriffe der Vervollkomnung und Bildsamkeit und an Quellen aus dem 18. Jahrhundert gezeigt: Gerade in praxisnahen – oft handschriftlichen – Quellen entstehen Sprache und Bedeutungen von Begriffen im praktischen Kontext. Begriffe wie Bildsamkeit und Vervollkomnung werden für den konkreten Anwendungsbereich operationalisiert und dabei verschiebt sich ihre Bedeutung.

Berdelmann, K. (2019): When the Dictionary is not enough –Translational Challenges of Conceptual German Terms in Historical Research. JHB –Jahrbuch für Historische Bildungsforschung, 25, S. 160-168.

zuletzt verändert: 25.02.2020