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Autor:
Eckensberger, Lutz H.:

Titel:
Kultur und Moral.

Quelle:
In: Thomas, A. (Hrsg.): Kulturvergleichende Psychologie. 2., überarb. u. erw. Aufl. Göttingen : Hogrefe (2003) , S. 309-345

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Monographieauszug; Sammelwerk/Sonstiges

Schlagwörter:
Moral, Kultur, Interkultureller Vergleich


Abstract:
Das Kapitel klärt zunächst, dass Moral ein genuiner Teil der Kultur ist, und dass deswegen beide Konzepte nicht unabhängig voneinander untersucht werden können. Es setzt dann die klassische Dichotomie der kulturellen Relativität von Moral einerseits und den Universalitätsannahmen in der Ethik als Rahmen der Diskussion gegenwärtiger kulturvergleichender Forschung zur Entwicklung moralischer Urteile. Im Zentrum dieser Diskussion steht naturgemäß Kohlbergs Theorie. Es werden positive Evidenzen und Schwächen dieser Theorie im Rahmen der kulturvergleichenden Forschung dargestellt, sowie eine kulturspezifische (chinesische) Weiterentwicklung dieser Theorie. Anschließend wird auf die theoretische Formulierung und Forschung zur Bereichsspezifität sozialer Kognitionen eingegangen. Schließlich wird aus der Beziehung zwischen Kultur und Moral eine Kritik an der gegenwärtigen nomothetischen Psychologie abgeleitet.

Abstract(englisch):
The chapter first clarifies that morality is a genuine part of culture, and that therefore these concepts can not be investigated independently. The classical dichotomy of a moral relativism and an ethical universalism is then used as a framework for the discussion of present day cross-cultural research on moral development. Naturally, the focus is on Kohlberg's theory. Positive evidence as well as weaknesses of this theory are summarized in the light of cross-cultural research, and a culture specific (Chinese) further development of the theory is presented. More recent formulations and research on domain specific social cognition are also summarized. Finally the relation between culture and morality is used as a basis of a more general criticism of the present day nomothetical psychology.


DIPF-Abteilung:
Bildung und Kultur

Notizen: