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Forschung

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Autor:
Hesse, Hermann-Günter:

Titel:
Internationale Schulleistungsvergleiche und interkulturelle Lehr-Lern-Psychologie: zwei einander fremde Forschungsstränge.
Ein Plädoyer für ihre Integration.

Quelle:
In: Trends in Bildung - international (TiBi), (2005) 11 , 13 S.

URL des Volltextes:
http://www.pedocs.de/volltexte/2012/5225/pdf/tibi_2005_11_Hesse_Internationale_Schulleistungsvergleiche_D_A.pdf

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Zeitschriftenaufsatz

Schlagwörter:
Schülerleistung, Leistungstest, Kultur, Vergleichen, Forschung, Kooperation


Abstract:
Internationale Schülerleistungsvergleiche befinden sich inzwischen auf einem sehr hohen methodischen Niveau, soweit sie die Funktion des internationalen Benchmarking anstreben. Geht es jedoch darum, Erklärungen für die beschriebenen Leistungsunterschiede zu finden, dann werden sehr schnell Defizite deutlich. Die bisherigen internationalen Schulleistungsvergleiche sind allenfalls in der Lage, auf Grund von post-hoc Interpretationen Hypothesen zu generieren. Demgegenüber zeichnet sich die interkulturelle Lehr-Lern-Forschung durch beachtliche theoretische Bemühungen und eine nicht geringe Zahl empirischer Analysen über den Zusammenhang zwischen potentiell erklärungsrelevantem kulturbezogenem Lernkontext und den darin situierten Lernergebnissen aus. Damit erscheinen interkulturelle psychologische Lehr-Lern-Forschungen geeignet, die Kluft zwischen den Makro- und Mikroebenen zu überbrücken. Das Ziel dieser Verbindung ist es, auf Grund der Ergebnisse der interkulturellen Psychologie a-priori Hypothesen über kulturelle Unterschiede in Bezug auf das Zustandekommen von Lernleistungen aufzustellen, die dann gezielt Gegenstand von internationalen Vergleichsuntersuchungen sein können. Wenn die beiden Forschungsstränge, die bisher kaum Notiz voneinander genommen haben, gemeinsam in die Konzeptentwicklung investieren, dann wird sich ein besseres Verständnis der Ursachen von Leistungsunterschieden zwischen Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich erreichen lassen. Aus den eher "data-driven approaches" könnten dann "theory-driven studies" werden.

Abstract(englisch):
International tests of students' achievements arrived at a high methodological level as far as they aim at international benchmarkings. Deficits are easily visible if explanations for differences in achievements are sought for. At best, international comparisons of school achievements can lead to hypotheses based on interpretations post-hoc up to now. On the other hand the intercultural research work on teaching and learning excels by theoretical and empirical analyses of potentially explaining cultural contexts of learning and situated learning results. Thus the intercultural psychological research on learning and teaching could bridge the gap between macro- and microlevels. Based on results of the intercultural psychology hypotheses a-priori can be formulated which in turn could lead to international comparisons. If both would join forces to develop concepts and models better understandings of the causes of achievement differences could be attained. Data-driven approaches would become theory-driven studies.


DIPF-Abteilung:
Bildungsqualität und Evaluation; Bildungsqualität und Evaluation

Notizen:

zuletzt verändert: 11.11.2016