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Forschung

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Autor:
Riedel, Andrea; Schneider, Kerstin; Schuchart, Claudia; Weishaupt, Horst:

Titel:
School choice in German primary schools
How binding are school districts?

Quelle:
In: Journal for Educational Research Online, 2 (2010) 1 , 94-120

URL des Volltextes:
http://www.pedocs.de/volltexte/2011/4569/pdf/JERO_2010_1_Riedel_et_al_School_Choice_in_German_S94_D_A.pdf

URN:
urn:nbn:de:0111-opus-45695

Sprache:
Englisch

Dokumenttyp:
3a. Beiträge in begutachteten Zeitschriften; Aufsatz (keine besondere Kategorie)

Schlagwörter:
D-Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Einflussfaktor, Eltern, Grundschule, Migration, Qualität, Schüler, Schulklima, Schulwahl, Segregation, Sozioökonomische Lage


Abstract:
In dieser Untersuchung wird die Wahl der Grundschule in Deutschland betrachtet. Die Daten stammen aus Wuppertal. In Nordrhein-Westfalen existierten bis einschließlich des Schuljahres 2007/08 für alle öffentlichen Grundschulen Schulbezirke. Wie die Analyse zeigt, ist es jedoch trotz bestehender Schulbezirke nicht ungewöhnlich, dass die Schülerinnen und Schüler nicht die zuständige Gemeinschaftsgrundschule besuchen. Bei ihrer Schulwahl berücksichtigen die Eltern die Entfernung von ihrem Wohnhaus zur Schule, die Schulqualität und die sozioökonomische Zusammensetzungder Schülerschaft. Im Gegensatz zu begünstigten Familien tendieren Familien, diein benachteiligten Nachbarschaften leben, häufiger dazu, ihre Kinder zur zuständigenGemeinschaftsschule zu schicken. Ist hingegen die Ausländerquote und/oderder Anteil sozial benachteiligter Familien im Schulbezirk groß, führt dies mit einergrößeren Wahrscheinlichkeit dazu, dass die Eltern für ihr Kind eine andere Schule wählen. Auffällig ist auch, dass die Schulwahl begünstigter Familien zurErhöhung der Segregation führt, während die Wahl benachteiligter Familien keineeindeutige Richtung aufweist. Der negative externe Effekt der Schulwahl auf die Schülerzusammensetzung auf der zuständigen Schule ist jedoch signifikant. Insgesamtkann herausgestellt werden, dass an den Grundschulen ein hohes Segregationsniveaubesteht, welches das Niveau der residentiellen Segregation übersteigt. (DIPF/Orig.)

Abstract(englisch):
The paper analyzes school choice in primary schools in Germany. The data used isfrom Wuppertal, a major city in North-Rhine Westphalia (NRW) , where primaryschool districts existed before 2008. It is shown that it is not uncommon to attend aprimary school that is not the assigned public school. Parents choose schools basedupon the achievement level and the socioeconomic composition of the school, and uponthe distance between the school and their home. Compared to families from advantaged neighborhoods, families from disadvantaged neighborhoods more often sendtheir children to the assigned school. A high percentage of immigrants and/or economicallydisadvantaged families in the school district is likely to induce parents tochoose another school. While advantaged families make choices leading to segregation, the direction of choice is not as clear-cut for disadvantaged families. We foundthat choice has a negative external effect on the composition of the assigned schooland a high level of segregation in primary schools, which exceeds the level of residentialsegregation. (DIPF/Orig.)


DIPF-Abteilung:
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens

Notizen:

zuletzt verändert: 11.11.2016