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Autor:
Breit, Heiko:

Titel:
Gerechtigkeit und Natur.
Die Reichweite der formalen und universalisierbaren praktischen Vernunft.

Quelle:
Saarbrücken : Conte (2002)

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Monographie/Autor; Monographie/Autor

Schlagwörter:
Gerechtigkeit, Natur, Ethik, Ökologie


Abstract:
Was hat Gerechtigkeit mit Natur zu tun? Obwohl sie ursprünglich nicht so klar voneinander getrennt waren, stehen sie heute für den Gegensatz von normativem und deskriptivem Wissen. Wegen der in der "Risikogesellschaft" diskutierten Frage eines "vernünftigen" Umgangs mit äußerer Natur (Wirtschaft und Ökologie), zweiter Natur (Kultur) und innerer Natur (Psyche) benötigen die Pole jedoch eine Überbrückung, auch wenn sie analytisch Gegensätze bleiben. In demBuch werden Wege zur Überbrückung aufgezeichnet. Der erste Teil der Arbeit umreißt das Thema Gerechtigkeit und Natur in seinen Grundzügen und rekonstruiert es als die sozialwissenschaftliche und philosophische Diskussion um die Definition von Vernunft bzw. Rationalität. Der zweite Teil der Arbeit greift die entwicklungspsychologische Debatte einer kognitiven Ethik auf und rekonstruiert sie vor allem in ihren gesellschaftstheoretischen Konse- quenzen. Im dritten Teil der Arbeit werden schließlich empirische Belege für den Einfluss universalisierbarer Gerechtigkeitsurteile in aktuellen gesellschaftlichen Konflikten zwischen Ökologie und Ökonomie herangezogen, und zwar aus konkreten Forschungsarbeiten, an denen der Autor dieser Arbeit beteiligt gewesen ist. Diese Ergebnisse, in denen es um den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt geht, sind von besonderem Belang für das gegenwärtige Demokratie- und Gesellschaftsver-ständnis. Aus diesem Grund enthalten sie wichtige Grundlagen für die Ziele von Demokratieerziehung.

Abstract(englisch):
How are justice and nature interrelated? Formerly not strictly separated they now represent the contrast of nor-mative and descriptive knowledge today. Because of the open question in modern risk societies about the "reasonable" treatment of external nature (economy and ecology), "second" nature (culture) and internal nature (psyche) normative and descriptive knowledge need a bridge, also if they have to remain opposites analytically. The book draws ways for bridging the gap. The first part sketches the issue justice and nature and reconstructs it as the discussion concerning the definition of reason or rationality in social sciences and philosophy. The second part describes the debate about cognitive ethics in developmental psychology. Finally the third part of the book consults empirical evidence on the influence of universal justice judgements in societal everyday conflicts between ecology and economy on the basis of concrete social research in which the author participated. The results contain ideas about responsible interaction with environment and are most important for understanding of democracy and society. Therefore, they entail relevant elements for the issue of democratic education.


DIPF-Abteilung:
Bildung und Kultur

Notizen:

last modified Nov 11, 2016