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Autor:
Kopp, Botho von; Prucha, Jan:

Titel:
"Die Ersten Drei".
Die Bildungssysteme der "Klassensieger" der PISA-Studie "Leseleistung": Finnland, Südkorea und Kanada. Teil 1.

Quelle:
In: Schulverwaltung. Ausgabe Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, 11 (2002) 5 , S. 112-115

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Zeitschriftenaufsatz; Zeitschriftenaufsatz/nicht referiert (praxisorientiert)

Schlagwörter:
Schülerleistung, Lesen, PISA


Abstract:
Die Ergebnisse der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) haben in Deutschland ein enormes Echo gehabt. Nun soll alles ganz schnell besser werden, und man schaut auf die Länder, die besser abgeschnitten haben - besonders auf diejenigen, die an der Spitze liegen. Was ist es, das den Erfolg ausmacht? Die Ganztagsschule, denn gute Ergebnisse haben meist Länder mit Ganztagsschule, oder sind es die Länder mit den Jugendlichen, die große Lesefreudigkeit zeigen (und mit Schulen, die diese auch fördern, sie nutzen und auf ihr aufbauen)? Ist das deutsche gegliederte Schulwesen - eine exotische Erscheinung im internationalen Vergleich - den Ländern mit Gesamtschulsystemen grundsätzlich unterlegen? Ist Japan so gut in Mathematik, weil es ein stark problem- und praxisorientiertes Verständnis des Mathematikunterrichts anwendet? Ist die Qualität der Lehrerbildung und -weiterbildung entscheidend, aufdie Finnland so großen Wert legt? Mit Sicherheit sind es diese hier angesprochenen, aber noch viele weitere strukturelle wie pädagogische, generelle wie kultur- und systemspezifische Faktoren, die die Qualität von Schule bestimmen. Diese Faktoren sind sowohl untereinander interdependent, also aufeinander bezogen, als auch auf den landesspezifischen Kontext bezogen, vor allem den des dortigen Schulsystems und seiner Schulkultur, seiner Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen oder seiner Reformresistenz. Die Diskussion wird weitergehen und Einzelstudien werden die genannten und weitere Faktoren untersuchen. Der hier vorliegende Beitrag will vor allem eine aktuelle, sachliche Information über wesentlichste Merkmale der drei bisher kaum bekannten Bildungssysteme geben.

Abstract(englisch):
The outcomes of PISA (Programme for International Student Assessment) had a strong response in German:. Now everything must quickly change for better, and the countries with better results are becoming interesting. What makes their success? Is it the whole day school system, because these countries show good results, or is it the countries with a youth which is eager to read (and schools supporting this)? Is the German system with early streaming - quite exotic in the international context - inferior to the comprehensive systems? Are Japanese students so excellent in Mathematics because in their schools the problem approach is widely used? Is it the quality of teacher initial and further training which is seen so important in Finland? It goes without saying: all these and many other factors: pedagogical, systemtype and cultural - being intedependent among themselves - play a role. Discussion will continue and thematic research studies will scrutinize these factors. Our presentation aims at giving first information about the three best performing countries whose education systems are generally not so well known.


DIPF-Abteilung:
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens

Notizen:

last modified Nov 11, 2016