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Autor:
Lauterbach, Uwe:

Titel:
Doppelqualifikation und berufliche Mobilität im internationalen Vergleich.

Quelle:
In: Neß, Harry; Döbrich, Peter (Hrsg.): Doppeltqualifizierende Bildungsgänge ein europäisches Modell für die Zukunft?! Frankfurt a.M. : DIPF (2003) , S. 27-60

Serie:
Materialien zur Bildungsforschung. Bd. 8.

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Monographieauszug; Sammelwerk/Sonstiges

Schlagwörter:
Doppelqualifikation, Bildungsgang, Mobilität, Internationaler Vergleich, Empirische Untersuchung


Abstract:
Die Untersuchung konzentriert sich auf den Zusammenhang von Doppelqualifikation und beruflicher Mobilität in ausgewählten europäischen Ländern. Dabei stand im Mittelpunkt die Arbeitshypothese, dass Absolventen doppeltqualifizierender Bildungsgänge beruflich besonders mobil und flexibel sind. Diese Bildungsgänge stehen in allen untersuchten Ländern im Verlauf von Bildungsreformen (Griechenland, Italien, Ungarn) oder als Reformmodell (Deutschland, Finnland) auf dem Prüfstand. Nur in Österreich sind die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) das erfolgreiche Modell im Sekundarbereich II. Hier zeigt sich wie den anderen Ländern die dominierende Funktion des kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Kontextes.Wenn die Ergebnisse dieses Projekts mit den momentan in den Projektländern durchgeführten Bildungsreformen konfrontiert werden, so zeichnet sich ab, dass die für 'flexibles' Reagieren und 'mobiles' Verhalten der Absolventen gut vorbereitenden doppeltqualifizierenden Bildungsgänge durch noch mehr Flexibilität und Mobilität vermittelnde offene allgemeinbildende Bildungsgänge abgelöst werden könnten. Paradoxerweise kann diese Flexibilisierung dazu führen, dass nur die 'Starken' noch in der Lage sind, die Entscheidungen im Bildungswesen zu treffen, die auf Mobilität und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt im Spannungsdreieck zwischen den eigenen Bedürfnissen, den Wünschen der Arbeitgeber und den Perspektiven der Gesellschaft vorbereiten.

Abstract(englisch):
The study examines the connection between double qualification and occupational mobility in selected European countries with the focus on the working hypothesis that graduates of double-qualifying education courses are particularly mobile and flexible with regard to their occupation. In all countries examined, these education courses are being tested in the course of educational reforms (Greece, Italy, Hungary) or as a reform model ( Germany, Finland). Only in Austria, higher technical and vocational education and training schools are the successful model in upper secondary education. Like in other countries, this demonstrates the dominating function of the cultural, social, political and economic context. If the results of this project are challenged against the educational reforms currently carried out in the project countries, it becomes apparent that the double-qualifying education courses, which prepare their graduates well for"flexible" response and "mobile" behaviour, could be replaced by open, general education courses offering even more flexibility and mobility. Paradoxically, this flexibilisation can lead to the fact that only the 'strong' will be capable of making decisions in education, which prepare for mobility and flexibility in the labour market in the triangle of conflict between individual needs, employers' wishes and the prospects of society.


DIPF-Abteilung:
Steuerung und Finanzierung des Bildungswesens

Notizen:

last modified Nov 11, 2016