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Autor:
Mitter, Wolfgang:

Titel:
Sprachenfragen und Sprachenkonflikte im europäischen Bildungswesen.

Quelle:
In: Döbert, Hans u.a. (Hrsg.): Bildung vor neuen Herausforderungen. Neuwied : Luchterhand (2003) , S. 23-34

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Monographieauszug; Sammelwerk/Sonstiges

Schlagwörter:
Sprachenpolitik, Sprache, Unterricht, Ethnische Minderheit, Europa


Abstract:
In modernen Nationalstaaten gilt bis heute der Grundsatz, dass das zentral gesteuerte Bildungswesen auf dem Vorhandensein einer "Nationalsprache" beruht, die zumindest im Pflichtschulbereich das Monopol einer "Unterrichtssprache" beansprucht. Die bi- oder multiethnische Struktur vieler dieser Nationalstaaten hat in der in der Geschichte aber mehrfach zu Forderungen ethnischer Minderheiten auf Zulassung ihrer Muttersprachen als Unterrichtssprachen und damit zu Sprachenkonflikten geführt, deren Umfang und Stärke jedoch von dem jeweiligen politischen, kulturellen und sozioökonomischen Kontext bestimmt gewesen ist. Die Gegenwartsproblematik der Sprachenpolitik im europäischen Bildungswesen wird aus der Interpretation der "Charta für regionale und Minderheitensprachen" entwickelt, dieder Europarat im Jahre 1992 verabschiedete. Ihre bildungshistorische Relevanz wird am Beispiel der Sprachenpolitik der Habsburgermonarchie (1848-1918) unter Auswertung bildungsrechtlicher Entscheidungen verdeutlicht.

Abstract(englisch):
Until today modern nation states have acknowledged the principle, that the centrally governed education system is based upon the existence of one "national language" claiming the monopoly of an "instruction medium" at least at the stage of compulsory education. In the history, however, the bi- or pluriethnic structure of many of these nation states has frequently entailed demands of ethnic minorities for admission of their vernaculars as instruction mediaand, consequently, language conflicts whose extent and strength has been determined yet by the specific political, cultural and socio- economic context. The actual problematique of language policies in European education is developed from the interpretation of the "Charter for regional and minority languages ", passed by the Council of Europe in 1992. Its relevance for educational policy is exemplified by the language policy of the Hapsburg Empire (1848-1918) by evaluation of legal-educational decisions.


DIPF-Abteilung:
Bildungsqualität und Evaluation

Notizen:

last modified Nov 11, 2016