FLUX (Assessment of Cognitive Performance FLUctuations in the School ConteXt / Erfassung kognitiver Leistungsschwankungen im Schulalltag)
Das Arbeitsgedächtnis ist zuständig für das simultane Speichern und Verarbeiten von Informationen. Die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses hat sich als eine zentrale Determinante von Intelligenz- und Schulleistungen erwiesen. In jüngerer Zeit haben Studien in der kognitiven Entwicklungspsychologie gezeigt, dass bei Erwachsenen kognitive Ressourcen wie die Arbeitsgedächtniskapazität über Wochen, Tage und Trials in Aufgaben substanzielle Schwankungen aufweisen. Trotz der Bedeutung der Arbeitsgedächtniskapazität für Schulleistungen und den gezeigten tagtäglichen Schwankungen in kognitiven Ressourcen bei Erwachsenen hat noch keine Studie tagtägliche Schwankungen in Arbeitsgedächtniskapazität im Schulalltag erfasst.
Ziel des Projekts ist es tagtägliche Schwankungen kognitiver Ressourcen im Schulalltag mittels Ambulatory Assessment Methoden zu untersuchen. Mit Hilfe von Mobiltelefonen sollen Schwankungen in kognitiven Ressourcen von Schulkindern täglich über zwei repräsentative Zeiträume von mehreren Wochen innerhalb des Schuljahres erfasst werden. Aktuell werden kognitive Aufgaben mit akzeptablen psychometrischen Eigenschaften für diesen Zweck entwickelt. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, sollen tagtägliche Schwankungen beschrieben und ihre Bedeutung für fluide und Schulleistungen auf Gruppenniveau und auf dem Niveau des Individuums mittels Mehrebenen- und Zeitreihenverfahren untersucht werden. Die Finanzierung erfolgt aus IDeA Mitteln. Kooperationen bestehen zu Prof. Martin Sliwinski (Penn State University, USA), Prof. Nilam Ram (Penn State University, USA), Prof. Bernhard Schmitz (TU Darmstadt) und zu Dr. Heiko Rölke und Kollegen (Technology Based Assessment, DIPF).
Weiterführende Informationen zum IDeA – Projekt FLUX
