Das DIPF sieht es als seinen Auftrag an, wissenschaftliche Nachwuchskräfte auszubilden und zu qualifizieren. Dies beginnt bereits mit der Ausbildung von Studierenden an den kooperierenden Hochschulen und der Betreuung von Abschlussarbeiten (Magister, Diplom, Bachelor, Master). Postgraduierte können am DIPF sehr unterschiedliche Karrierewege einschlagen: als Doktorandinnen und Doktoranden, als Wissenschaftsmanagerinnen und -manager oder als wissenschaftliche Dokumentare und Dokumentarinnen.
Die Möglichkeit zur Promotion kann in allen Arbeitseinheiten mit Ausnahme der Bibliotheken wahrgenommen werden. In der Regel entsteht die Dissertation in enger Anbindung an einen Projektkontext. Projekte sind zumeist so ausgestattet, dass sie neben einer Koordinationsstelle eine oder mehrere Doktorandenstellen vorsehen. Diese werden in der Regel öffentlich, sowohl auf der DIPF-Homepage als auch in der Zeit, ausgeschrieben. Bewerben können sich alle Personen mit einem entsprechenden Abschluss, Vorerfahrungen und Interesse an dem jeweiligen Gebiet. Die Leiterinnen bzw. Leiter der Arbeitseinheiten, denen die Promovierenden zugeordnet sind, betreuen die Dissertationen; es besteht auch die Möglichkeit, dass diese Betreuungsarbeit an eine entsprechend qualifizierte Person delegiert wird.
Zur Ergänzung der wissenschaftlichen Ausbildung werden die Doktorandinnen und Doktoranden ermutigt, an Kongressen und anderen Veranstaltungen, die dem wissenschaftlichen Austausch dienen, teilzunehmen. Weiterhin erfolgt eine Förderung bei Publikationen und Vorträgen. Dabei soll auch die internationale wissenschaftliche Anbindung ermöglicht werden.
Die Forschung am DIPF ist in der Regel projektförmig organisiert. Die Projekte sind häufig drittmittelfinanziert und finden in Kooperationen mit externen Partnern statt. Neben den originär wissenschaftlichen Forschungsaufgaben erfordern die Projekte umfassende Koordinationsleistungen, die zumeist durch die Person des Projektkoordinators oder der Projektkoordinatorin erbracht werden. Diese verantwortet in Absprache mit dem verantwortlichen Vorgesetzten
Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren sind häufig Postdoktoranden, die sich zusätzlich zu ihrer wissenschaftlichen Qualifikation im Bereich des Wissenschaftsmanagements profilieren und somit weitere Karrierewege erschließen.
Die Fortbildung beginnt jeweils am 1. Januar; die Dauer beträgt zwei Jahre, davon zehn Wochen Blockunterricht am Institut für Information und Dokumentation (IID) in Potsdam. Alle zwei Jahre stehen im Bereich Bildungsinformation zwei Volontariatsplätze zur Verfügung, davon ein Platz für Blinde und Sehbehinderte (Besetzung über die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, Frankfurt a.M.).
Informationen zur nächsten Ausschreibung erscheinen an dieser Stelle Anfang 2012.
Auskünfte erteilt: Tamara Massar
Für die Zulassung werden vorausgesetzt:
Erste Erfahrungen im Bereich Dokumentation, Bibliothek oder Archiv sind von Vorteil.
Bewerbungsfrist ist der 31. August des Vorjahres. Die Auswahl wird für den praktischen Teil der Fortbildung nach der Teilnahme an einem Vorstellungsgespräch in der Praxisstelle, für die theoretische Fortbildung am IID anhand der eingereichten Bewerbungsunterlagen getroffen. Bewerbungen von Frauen sind besonders erwünscht. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Das erste Jahr des Volontariats dient dem Erwerb dokumentarischer Praxis; in diesem Sinne werden im IZB folgende Inhalte vermittelt:
Im zweiten Jahr des Volontariats erfolgen die theoretischen und praktischen Ausbildungsanteile im Wechsel. Neben der Vertiefung der im ersten Jahr erworbenen Fähigkeiten gibt es am IZ Bildung – je nach Erfordernissen, eigenen Interessen sowie in Zusammenhang mit dem Thema der ausgewählten Abschlussarbeit – die Möglichkeit, schwerpunktmäßig in einem Projekt / Arbeitsbereich mitzuarbeiten. Optional kann man ein externes Praktikum oder ein Auslandspraktikum in Anspruch nehmen, an Fortbildungsveranstaltungen, Messen und Tagungen teilnehmen.
Die theoretische Ausbildung findet am Institut für Information und Dokumentation (IID) in Potsdam statt und wird als zehnwöchiger Blockunterricht zu folgenden Themenbereichen durchgeführt:
Am Ende des Kurses steht eine Abschlussprüfung, die aus Abschlussarbeit und mündlicher Prüfung besteht.
Weitere Informationen: Institut für Information und Dokumentation (IID) (Bitte senden Sie keine Bewerbungsunterlagen an das IID!)
Kosten: Für den Kurs in Potsdam fallen Kursgebühren (3900 €), Fahrt- und Unterbringungskosten an.
Vergütung während des Volontariats: halbe TV-H EG 9 und Übernahme der Kursgebühren durch das DIPF.
