IDeA – Projekt ReAL

Lesen und Rechnen sind wichtige Fähigkeiten, ohne die eine selbstbestimmte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben schwierig ist. Manche Kinder haben große Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens oder des Rechnens. Im Projekt ReAL sollen Kinder hinsichtlich der Entwicklung dieser Fähigkeiten über mehrere Jahre hinweg untersucht werden. Im Mittelpunkt steht dabei, welche unterschiedlichen Wege und Strategien Kinder nutzen, wenn sie versuchen, Wörter zu lesen und Rechenaufgaben zu lösen. Beispielsweise könnten sie Wörter Buchstabe für Buchstabe erschließen oder beim Rechnen mit den Fingern zählen. Um verstehen zu können, welche Strategien Kinder beim Lesen und Rechnen anwenden, wollen wir versuchen, die beteiligen Prozesse mit verschiedenen Methoden zu erfassen. Einerseits soll beobachtet werden, was die Kinder während der Bearbeitung der verschiedenen Aufgaben tun. Des Weiteren werden sie gezielt zu ihrem Vorgehen befragt. Durch den Einsatz von Verfahren aus der Hirnforschung erhoffen wir uns schließlich, solche Prozesse sichtbar zu machen, welche nicht im Verhalten des Kindes beobachtbar sind.
Durch die Erfassung von Hirnaktivitäten soll aufgedeckt werden, welche Bereiche des Gehirns am Lesen und Rechnen beteiligt sind, und in welcher Weise Vernetzungen zwischen diesen entstehen. Im Projekt ReAL werden dazu fMRT-Untersuchungen durchgeführt, mittels derer die Durchblutung des Gehirns erfasst werden kann. Diese Methode kann zeigen, wo etwas im Gehirn passiert. Um genau erschließen zu können, wann etwas im Gehirn passiert, werden zusätzlich EEG-Untersuchungen durchgeführt, die es ermöglichen, die elektrische Aktivität des Gehirns zu untersuchen.

Weiterführende Informationen zum IDeA – Projekt ReAL.

 

Status
  • laufend
Laufzeit
2008 - 2011
Arbeitseinheit
Bildung und Entwicklung
Projektleitung
Marcus Hasselhorn
Sven Lindberg
Jan Lonnemann
Kontakt
Sven Lindberg
Jan Lonnemann
Mitarbeit
Alina Jurcoane
Janosch Linkersdörfer
Hanno Pauly
Susanne Weber

IDeA

Ein Zentrum des DIPF und der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/M.

 

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