Lesen in Deutschland – Leseförderung auf einen Blick
Seit über 20 Jahren macht das Portal Lesen in Deutschland, das Teil des Deutschen Bildungsservers ist und vom DIPF herausgegeben wird, sichtbar, was in der Leseförderung bundesweit und darüber hinaus geschieht. Es bündelt Fachbeiträge aus Praxis und Forschung, Interviews, Meldungen, Kurzprofile von Akteur*innen, Projekte, kostenlose Arbeitsmaterialien und Veranstaltungen. Somit bietet es Orientierung und Impulse für pädagogische Fachkräfte in Kita und Schule, Familien, Bibliotheksmitarbeitende, Ehrenamtliche sowie Verbände, Fachorganisationen und weitere Akteur*innen der Leseförderung. Außerdem stärkt es den Austausch zwischen allen, die sich für Leseförderung engagieren.
Anlässlich des 75-jährigen DIPF-Jubiläums präsentiert Lesen in Deutschland 7 spannende Interviews aus 5 Bereichen der Leseförderung. Die Interviews aus den Kategorien Kita, Schule, Familie, Bibliotheken und Ehrenamt schlagen eine Brücke zwischen Forschung und Praxis. Sie geben Einblicke in erfolgreiche Ansätze der Leseförderung, beleuchten aktuelle Herausforderungen und zukünftige Handlungsbedarfe.
7 aus 5: 7 Interviews aus 5 Bereichen der Leseförderung
Kita: Sprach- und Leseförderung im mehrsprachigen Umfeld
Sprachliche Vielfalt gehört zum Alltag von Kitas, doch die Ausbildung bereitet pädagogische Fachkräfte nur unzureichend darauf vor. Professorin Dr. Walker erzählt im Interview, wie der Studiengang „Kindheitspädagogik und mehrsprachige Bildung“ der accadis Hochschule eine praxisnahe Qualifizierung umsetzt und wie sich das theoretische Wissen zu Mehrsprachigkeit in den pädagogischen Alltag übertragen lässt.
Zum Interview: „Dem großen Bedarf an mehrsprachiger Bildung steht eine viel zu geringe Anzahl qualifizierter Fachkräfte gegenüber.“
Schule: Lesekompetenz im digitalen Wandel
Digitale Medien verändern nicht nur, was wir lesen, sondern auch, wie wir lesen. Auch für Schüler*innen werden die Herausforderungen und Anforderungen durch digitale Medien komplexer. In den folgenden Interviews geht es um digitales Lesen, den Einsatz von KI in der Leseförderung und um Lesekompetenz als wichtige Zukunftskompetenz.
Zu den Interviews:
„Digitales Lesen ist zunehmend multimodal.“
„Lesekompetenz wird zunehmend breiter und hybrider.“
Familie: Leseförderung in lesefernen Familien
Es gibt viele Familien, in denen Vorlesen oder gemeinsames Lesen nicht zum Alltag gehört. Leseförderin und Autorin Heidemarie Brosche erklärt in diesem Interview, wie Familien mit geringer Lesepraxis erreicht werden können, welche Rolle Kitas und Schulen dabei spielen und warum erfolgreiche Leseförderung vor allem auf Wertschätzung und der Zusammenarbeit mit den Eltern basiert.
Zum Interview: „Diese fremde Welt ist Realität, da dürfen wir nicht wegsehen.“
Bibliotheken: Orte für Lesen, Lernen und Demokratie
Bibliotheken bieten heutzutage weitaus mehr als die Ausleihe von Medien. Sie fördern das Lesen und die gesellschaftliche Teilhabe, schaffen Zugänge zu Wissen und Räume für selbständiges Lernen, Begegnung und Austausch. Vor allem Schulbibliotheken können Lern- und Erfahrungsräume sein, die wichtige Zukunftskompetenzen wie die Lesekompetenz auf informelle Weise stärken. Um die Themen Demokratie und selbstgesteuertes Lernen geht es in den folgenden Interviews:
„Bibliotheken sind durch ihre ganze Grundanlage Institutionen, deren Aufgabe es ist, Demokratie zu stärken.“
„Die Schulbibliothek ist geradezu prädestiniert dafür, informelles, selbstgesteuertes und soziales Lernen anzuregen.“
Ehrenamt: Mit persönlichem Engagement für die Leseförderung
Mit seiner LITERADTOUR hat Buchbotschafter Lennart Schaefer über 10.000 km mit dem Lastenrad zurückgelegt, um Menschen für das Lesen zu begeistern. Im Interview erzählt er von den Erfahrungen auf seiner Tour, den Begegnungen mit Menschen aus der Buchbranche sowie von ehrenamtlichem Engagement in der Leseförderung.
Zum Interview: „Es wird unfassbar viel Zeit für ehrenamtliches Engagement verwendet.“