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Autor:
Goldammer, Ariane von; Mähler, Claudia; Hasselhorn, Marcus:

Titel:
Determinanten von Satzgedächtnis-Leistungen bei deutsch- und mehrsprachigen Vorschulkindern

Quelle:
In: Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 43 (2011) 1 , 1-15

URL des Volltextes:
http://dx.doi.org/10.1026/0049-8637/a000028

DOI:
doi:10.1026/0049-8637/a000028

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
3a. Beiträge in begutachteten Zeitschriften; Aufsatz (keine besondere Kategorie)

Schlagwörter:
Arbeitsgedächtnis, Aufgabe, Deutschland, Einsprachigkeit, Empirische Untersuchung, Gedächtnis, Informationsverarbeitung, Kind, Leistung, Mehrsprachigkeit, Phonologie, Sprache, Sprachkompetenz, Test, Validität, Vorschulalter, Wortschatz


Abstract:
Die vorschulische Satzgedächtnis-Kapazität hat sich bei deutschsprachigen Kindern als starker Prädiktor für Lese- und Rechtschreibleistungen in der Grundschule erwiesen. Da zu den Risikofaktoren für den Schriftspracherwerb die nicht-deutsche Muttersprache eines Kindes zählt, prüft die vorliegende Studie die diagnostische Validität einer Satzgedächtnisaufgabe bei deutsch- und mehrsprachigen Vorschulkindern. Es wurden N = 180 mehrsprachige Kinder und N = 180 ausschließlich deutschsprachige Kinder im Alter von 5 Jahren untersucht. Mehrsprachige Vorschulkinder schneiden hinsichtlich aller erfassten sprachlichen und phonologischen Leistungen schlechter ab als deutschsprachige Kinder. Dennoch lässt sich die Leistungsvarianz in der Satzgedächtnis-Aufgabe in beiden Gruppen gleichermaßen durch die Größe des Wortschatzes und die Kapazität des phonologischen Arbeitsgedächtnisses erklären. Der familiäre Sprachgebrauch hat lediglich auf den Zusammenhang der verbalen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit mit dem Satzgedächtnis einen schwachen moderierenden Einfluss. Da sich die Nachsprech-Leistung damit in beiden Gruppen weitgehend aus der gleichen Linearkombination von Kompetenzen erklärt, hat sich die untersuchte Satzgedächtnis-Aufgabe für deutsch- und mehrsprachige Kinder als gleichermaßen diagnostisch valide und damit "culture fair" erwiesen. (DIPF/Orig.)

Abstract(englisch):
German-speaking preschoolers' memory for sentences is a strong predictor of literacy skills in primary schools. Also, having a mother tongue other than German is a risk factor for the acquisition of written German. This study examines the differences between German-speaking children and multilingual children with regard to their sentence memory. N = 180 multilingual children and N = 180 solely German-speaking children were examined at the age of 5 years. Multilingual children showed poorer linguistic and phonological skills than German-speaking children. Nevertheless, the variance in the sentence memory task can be explained by size of vocabulary and phonological working memory capacity in both groups. Family language only has a weak moderating impact on the relation between rapid naming and sentence memory performance. Thus the analyzed sentence memory task proved to be a culture fair assessment for the precursors of literacy. (DIPF/Orig.)


DIPF-Abteilung:
Bildung und Entwicklung

Notizen:

zuletzt verändert: 11.11.2016