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Forschung

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Autor:
Daniel, Annabel; Watermann, Rainer; Maaz, Kai:

Titel:
Sind studienbezogene Kosten-Nutzen-Abwägungen veränderbar?
Die Effektivität einer schulischen Intervention zur Verringerung sozialer Ungleichheiten beim Hochschulzugang

Quelle:
In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 21 (2018) 3 , 535-563

URL des Volltextes:
https://link.springer.com/article/10.1007/s11618-017-0784-9

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
3a. Beiträge in begutachteten Zeitschriften; Aufsatz (keine besondere Kategorie)

Schlagwörter:
Hochschulzugang, Soziale Ungleichheit, Soziale Herkunft, Entscheidung, Schule, Übergang, Information, Veranstaltung, Studium, Kosten-Nutzen-Relation, Erfolg, Wahrscheinlichkeit, Bewertung, Intervention, Effektivität, Quasi-Experiment, Panel, Befragung, Multivariate Analyse, Varianzanalyse, Empirische Untersuchung, Nordrhein-Westfalen, Deutschland


Abstract(englisch):
According to rational choice theory, social inequality in higher education enrolment is primarily the consequence of differences between social origin groups in individuals' perceptions of benefits, costs and the probability of success. The present study examines to what extent these perceptions are alterable by a school-based information treatment on the benefits and costs of higher education. Therefore, in a quasi-experimental design N = 476 treated students and students of a matched control group were compared with regard to their perceptions of benefits, costs, and probability of success over a period of time involving three measurement points. Results of hierarchical linear models indicate a positive but short-term treatment effect on students' perception of benefits associated with higher education enrolment, while cost considerations and students' probability of success have proved to be less sensitive to change. Implications for the development of treatments, which aim to reduce social inequality in higher education enrolment are discussed. (DIPF/Orig.)

Abstract(original):
Aus Perspektive der Rational-Choice-Theorie sind soziale Ungleichheiten beim Hochschulzugang vorrangig auf die zwischen sozialen Herkunftsgruppen variierende subjektive Bewertung studienbezogener Erträge, Kosten und der Erfolgswahrscheinlichkeit zurückzuführen. Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit diese Bewertungen durch die Teilnahme an einer schulischen Informationsveranstaltung zu den Erträgen und Kosten eines Studiums veränderbar sind. In einem quasi-experimentellen Design wurden dazu N = 476 Interventionsteilnehmer sowie Schüler einer gematchten Kontrollgruppe über drei Erhebungszeitpunkte zu den wahrgenommenen Erträgen und Kosten sowie der subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit befragt. Die Ergebnisse hierarchisch linearer Modelle zeigen einen positiven, aber kurzzeitigen Interventionseffekt auf die subjektive Bewertung der Erträge, während sich die wahrgenommenen Kosten und die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit als weniger änderungssensitiv erwiesen. Implikationen für die Entwicklung von Interventionen mit dem Ziel der Verringerung sozialer Ungleichheiten werden diskutiert. (DIPF/Orig.)


DIPF-Abteilung:
Struktur und Steuerung des Bildungswesens

Notizen:

zuletzt verändert: 11.11.2016