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Forschung

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Autor:
Naumann, Johannes; Richter, Tobias; Flender, Jürgen; Christmann, Ursula; Groeben, Norbert:

Titel:
Signaling in expository hypertext compensates for deficits in reading skill.

Quelle:
In: Journal of Educational Psychology, 99 (2007) 4 , S. 791-807

Sprache:
Englisch

Dokumenttyp:
Zeitschriftenaufsatz; Zeitschriftenaufsatz/referiert,statusäquivalent

Schlagwörter:
Lesefähigkeit, Hypertext, Einflussfaktor, Student, Universität, Empirische Untersuchung, Deutschland


Abstract:
Expositorische Hypertexte können spezifische Typen textueller Signale wie navigierbare Übersichtskarten oder Hyperlinks enthalten, die konzeptuelle Relationen zwischen Textteilen abbilden. In zwei Experimenten mit deutschen Universitätsstudierenden (N=130, 75% weiblich, Durchschnittsalter 25 Jahre) wurde die Hypothese geprüft, dass hypertextspezifische Signale insbesondere Lernern mit schlecht routinisierten Lesefähigkeiten beim Organisieren und Integrierenkomplexer Lerninhalte helfen können. Die Experimente wurden mit naturalistischen Lernmaterialien und Textproduktionsaufgaben durchgeführt, wie sie häufig für Prüfungsvorbereitungen genutzt werden. Die Lernergebnisse wurden anhandvon Merkmalen der von den Probanden generierten Texte erfasst (Wissensmenge, Wissensfokussierung, Wissensintegration). In beiden Experimenten zeigten sich bessere Lernergebnisse für schlechte Leser bei einem Hypertext mit einer großen Menge textueller Signale verglichen mit einem Lineartext, während sich für gute Leser keine Unterschiede zwischen den Textsorten zeigten (Delta R^2 von .03 bis .08 für die Interaktion). In Experiment 2 zeigte sich das gleiche Interaktionsmuster für Hypertext mit vielen bzw. wenigen textuellen Signalen ( Delta R^2 von .04 bis .10). Darüber hinaus führte das Fehlen von Signalen zu ineffizientem Navigationsverhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass textuelleSignale in Hypertexten defizitäre Lesefähigkeiten kompensieren können. (DIPF/Autor)

Abstract(englisch):
Expository hypertexts may contain specific types of signals such as navigable topical overviews and hyperlinks that map conceptual relationships between text contents. Two experiments with German university students (N=130, 75% female, mean age 25 years) were conducted to test the hypothesis that hypertext-specific signals particularly support learners with badly routinized reading skills in organizing and integrating complex learning materials. The experiments were based on naturalistic texts and essay-writing tasks typical for exam preparation. Learning outcomes were measured by characteristics of participants' essays (amount of knowledge, knowledge focusing, knowledge integration). In both experiments, a hypertext with a high amount of signaling yielded better learning outcomes than a linear text for low-skilled readers while there were no differences for high- skilled readers (Delta-R^2 from .03 to .08 for the interaction). In Experiment 2, the same interaction pattern was found for hypertext with a high versus a low amount of hypertext-specific signals (Delta-R^2 from .04 to .10). Moreover, a lack of signals led to less efficient navigation behavior. These results demonstrate that hypertexts equipped with hypertext-specific signals may compensate for deficits in reading skill. (DIPF/Autor)


DIPF-Abteilung:
Bildungsqualität und Evaluation

Notizen:

zuletzt verändert: 11.11.2016