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Author
Huschka, Sina Simone; Emde, Kim Raquel; Brandenburg, Janin:

Title:
Zur Vorhersage der Schriftsprache durch vorschulische Kompetenzen
Sind die Prädiktionsmuster zwischen ein- und mehrsprachigen Kindern vergleichbar?

Source:
In: Frühe Bildung, 9 (2020) 4 , 193-202

URL of full text:
https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1026/2191-9186/a000496

Language:
Deutsch

Document type
3a. Beiträge in begutachteten Zeitschriften; Aufsatz (keine besondere Kategorie)

Schlagwörter:
Kind, Vorschulalter, Schuljahr 01, Schulanfänger, Schriftsprache, Schreibenlernen, Schreibkompetenz, Einsprachigkeit, Mehrsprachigkeit, Vorschulerziehung, Vorwissen, Einflussfaktor, Rechtschreibung, Lesen, Selbstregulation, Phonologie, Informationsverarbeitung, Prognose, Lesegeschwindigkeit, Test, Vergleich, Strukturgleichungsmodell, Deutschland


Abstract:
In Deutschland wachsen viele Kinder mit mehr als nur einer Muttersprache auf - dies kann ein mögliches Risiko für den Schriftspracherwerb darstellen, wenn die Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend beherrscht wird. Wichtige Grundlagen für den Schrift-spracherwerb werden bereits vor dem Schuleintritt gelegt. Daher beschäftigt sich die vorliegende Studie mit der Frage, ob die Vorhersage von Lese- und Rechtschreibleistungen durch vorschulische Kompetenzen für einsprachig deutsche Kinder und mehrsprachige Kinder vergleichbar ist. Bei 162 einsprachig und 143 mehrsprachig aufwachsenden Kindern wurden im letzten Kindergartenjahr die phonologische Bewusstheit, die Benenngeschwindigkeit, die phonologische Schleife und die behaviorale Selbstregulation erfasst. Am Ende der ersten Klasse erfolgte die Überprüfung von Lesegeschwindigkeit, Leseverständnis und Rechtschreiben. Die durchgeführten Strukturgleichungsmodelle zeigten zum Teil differenzielle Prädiktionsmuster für die Gruppen: Bei den mehrsprachigen Kindern war nur die Benenngeschwindigkeit prädiktiv für die Lese-geschwindigkeit, bei den einsprachigen Kindern zusätzlich die phonologische Schleife. Für das Leseverständnis und das Rechtschreiben setzte sich bei den mehrsprachigen Kindern einzig die phonologische Bewusstheit als Prädiktor durch, während bei den einsprachigen Kindern die Benenngeschwindigkeit ebenfalls prädiktiv war. (DIPF/Orig.)

Abstract(englisch):
In Germany, many children grow up speaking more than one language - which can be a potential risk for the acquisition of written language if the language of instruction German is not sufficiently mastered. Important foundations for the literacy acquisition are already laid before school entry. The present study addresses the question of whether the prediction of reading and spelling performance through pre-school skills is comparable for monolingual German children and multilingual children. In 162 monolingual and 143 multilingual children, pho-nological awareness, naming speed, phonological loop and behavioral self-regulation were assessed in the last year of kindergarten. At the end of the first grade, reading fluency, reading comprehension and spelling were assessed. Structural equation models showed partially differential prediction patterns for the groups: In the multilingual children only naming speed was predictive of reading fluency, in the monolingual children the phonological loop was an additional predictor. For reading comprehension and spelling, only phonological awareness was predictive in the multilingual children, while in the monolingual children naming speed was also predictive. (DIPF/Orig.)


DIPF-Departments:
Education and Human Development

Notes: