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Autor:
Bender-Szymanski, Dorothea:

Titel:
Ein islamisches Kulturzentrum in unserer Stadt?
Eine Lehr-Lernsequenz zu einem religiös-weltanschaulichen Konflikt, der auch unsere Schule herausfordert.

Quelle:
In: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (Hrsg.): Interkulturelle Kompetenz als integrativer Bestandteil der Schulkultur: Möglichkeiten, Probleme und Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung des jüdisch-christlich-islamischen Dialogs. München : Staatsinstitut f. Schulqualität u. Bildungsforschung (2006) , 51 S.

URL des Volltextes:
http://www.kompetenz-interkulturell.de/userfiles/Materialien%20fuer%20den%20Unterricht/Islamisches_Kulturzentrum.pdf

Sprache:
Deutsch

Dokumenttyp:
Monographie; Monographie/Autor

Schlagwörter:
Interkulturelle Erziehung, Interkulturelles Lernen, Konflikt, Islam, Religion, Diskussion, Planspiel, Deutschland


Abstract:
Die Lehr-Lernsequenz beinhaltet einen Diskurs zwischen Personen unterschiedlicher religiös-weltanschaulicher Überzeugungen, der aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Übergeordnetes Ziel der Sequenz ist es, einen Beitrag zum Schulentwicklungsprogramm "Demokratie lernen und leben" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung zu leisten, das explizit den Schwerpunktbereich "Interkulturelles Lernen - Interkulturelle Kooperation" ausweist. Schulinterne Angebote interkulturellen Lernens können nach diesem Programm "im günstigen Fall die Schule im Blick auf Teilhabe an einem interkulturellen Programm der Gemeinde" öffnen. Der spezifische Inhalt der Lehr-Lernsequenz ist ein Konflikt um die Genehmigung eines islamischen Kulturzentrums in einer Kommune in einem Land der Bundesrepublik. Der Schulbezug wurde dadurch hergestellt, dass die Schule zum Diskursort bestimmt wurde. Die Lehr-Lernsequenz gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen mit jeweiligen Unterphasen: 1) ein fiktives Planspiel, in dessen Zentrum der Diskurs und die Entscheidung von Rollenträgern mit unterschiedlichen Positionen und Argumenten zur Einrichtung eines islamischen Kulturzentrums stehen, 2) eine theorieorientierte Phase, in der die Schülerinnen und Schüler mit einem Konstrukt der Argumentationsintegrität und daraus abgeleiteten und empirisch validierten Standards und Strategien unintegren Argumentierens unter der Perspektive "Faires Argumentieren will gelernt sein!" vertraut gemacht werden, und 3) eine Anwendungsphase, in der die Schülerinnen und Schüler an authentischen Beispielen aus einem realen Diskurs in den Zeitungsmedien argumentative Regelverletzungen erkennen und begründet benennen sollen. Für Lehrerinnen und Lehrer wird eine detailliert ausgearbeitete Handreichung zur Verfügung gestellt, in der argumentative Regelverletzungen aus dem realen Diskurs benannt und deren Zuordnungen differenziert begründet werden. Die Lehr-Lernsequenz kann im sozialkundlich-politischen Unterricht, im Ethik-, Religions-, Philosophie- und Deutschunterricht, aber auch fächerübergreifend, besonders gut auch in Form eines Projekts, durchgeführt werden.


DIPF-Abteilung:
Bildung und Kultur

Notizen:

last modified Nov 11, 2016