Corona-Pandemie könnte die soziale Ungleichheit beim Hochschulzugang verstärken

Corona-Pandemie könnte die soziale Ungleichheit beim Hochschulzugang verstärken

Mit dem Ende des Schuljahrs verlassen viele junge Menschen mit einem Abiturzeugnis die Schule und stellen nun die Weichen für ihre Zukunft. Die Corona-Pandemie könnte sich auf ihre Bildungsentscheidung auswirken, vermuten Annabell Daniel und Jan Scharf in einem Gastbeitrag im Blog von Jan-Martin Wiarda. Die durch Corona bedingte soziale Unsicherheit in den Familien könnte bei der Entscheidung für oder gegen ein Studium gesellschaftliche Ungleichheiten verfestigen.

Nach den Erkenntnissen der Bildungsforschung entscheiden sich Kinder aus akademischen Elternhäusern deutlich häufiger für ein Hochschulstudium als Kinder, deren Eltern nicht studiert haben. Diese soziale Ungleichheit könne sich infolge der Corona-Pandemie noch verstärken, argumentieren die beiden DIPF-Forschenden Annabell Daniel und Jan Scharf. Einen wichtigen Grund sehen sie in der größeren sozialen Unsicherheit in den Elternhäusern etwa durch Kurzarbeit und gestiegene Mietkosten. Auch Wissenslücken infolge des Distanzunterrichts könnten eine Rolle spielen. Zudem fehlten Angebote zur Studienorientierung.

Um negative Auswirkungen dieser Unsicherheiten zu vermeiden, empfehlen Daniel und Scharf verschiedene Maßnahmen etwa zur Beratung der künftigen Studienberechtigten. Zudem müsse die Wissenschaft „zeitnah gesichertes Wissen über die Folgen der Pandemie für nachschulische Bildungs- und Berufsentscheidungen bereitstellen.“

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag von Annabell Daniel und Jan Scharf