50. Todestag von Erich Hylla
Das heutige DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation wurde am 25. Oktober 1951 auf Beschluss der hessischen Landesregierung als Hochschule für Internationale Pädagogische Forschung (HIPF) gegründet. Die Grundzüge der Einrichtung, deren Ziel es war, nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus die Demokratisierung und Modernisierung des Schulwesens zu unterstützen, hatte dessen erster Direktor, Erich Hylla, entworfen.
Hylla begann seine berufliche Laufbahn als Volksschullehrer, war von 1922 bis zu seiner Entlassung aus politischen Gründen im Jahr 1933 als Ministerialbeamter für das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin verantwortlich und ab 1946 Berichterstatter der amerikanischen Erziehungskommission. Er sorgte dafür, dass mit der Gründung der HIPF eine erste institutionelle Basis für die empirische pädagogische Forschung in Deutschland geschaffen wurde. Das Erkenntnisinteresse dieser Forschung sah Hylla durch die Bedürfnisse der schulischen Praxis bestimmt, zu deren Verbesserung „zuverlässige, objektive Methoden der Tatsachenfeststellung“ beitragen sollten. In der HIPF wurde diese Forschung von Beginn an als Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen und im internationalen Austausch realisiert.
Viele der damals von Erich Hylla gelegten Leitlinien gelten auch heute noch für das DIPF – der klare Fokus auf empirische Forschung, das interdisziplinäre Arbeiten sowie die Orientierung an den gesellschaftlichen Bedarfen und damit die Verpflichtung zum Wissenstransfer. Als Institut bleibt das DIPF seinem Erbe verpflichtet und ist stolz darauf, die Arbeit dieser großen Persönlichkeit weiterführen zu dürfen.
Zum 75-jährigen Bestehen des DIPF haben Kolleg*innen der BBF die »Schriften Erich Hylla« publiziert und auf www.bildungsgeschichte.de sein Leben und Werk in einem Data Paper erläutert.
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