Ein bedenklicher Aufschwung
Nach Recherchen von CORRECTIV haben im vergangenen Jahr mehr als 64.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen – eine Steigerung um rund ein Drittel innerhalb von drei Jahren. Der Bericht stellt die durchaus unterschiedliche Lage in den einzelnen Bundesländern vor und fragt nach Ursachen und Ansätzen, um diesen Trend entgegenzuwirken. Weniger verwunderlich findet Bildungsforscher Kai Maaz die Befunde angesichts der „systemischen Defizite“, die gerade an Schulen in Problemlagen besonders gravierend seien – zum Beispiel der Lehrkräftemangel oder fehlende Schulsozialarbeiter*innen.
Ein wichtiger Aspekt: Viele der Schüler*innen ohne Abschluss kommen von Förderschulen, an denen zum Beispiel beim Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ kein regulärer Schulabschluss erreicht werden kann. Hier sieht Maaz Verbesserungsbedarf. Als ein Hauptproblem identifiziert er zudem, dass Kinder und Jugendliche schon früh Defizite bei Basiskompetenzen aufbauen. Sein Rat: „Wir müssen besser werden, Kinder schon früh, am besten noch vor der Schule, zu fördern.“
Der gesamte Bericht von Correctiv mit vielen weiteren Einschätzungen