Evaluation des Vorbereitungsdienstes in Nordrhein-Westfalen

Evaluation Vorbereitungsdienst Nordrhein-Westfalen
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11.09.2026 Nachricht
Nach 15 Jahren wissenschaftlicher Begleitung des Vorbereitungsdienstes in Nordrhein-Westfalen liegt der Abschlussbericht zur Evaluation vor. Federführend ist ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Mareike Kunter.

Seit der Reform der Lehrkräfteausbildung im Jahr 2011 wird die Umsetzung und Weiterentwicklung des Vorbereitungsdienstes in Nordrhein-Westfalen wissenschaftlich begleitet. Federführend ist ein DIPF-Forschungsteam unter der Leitung von Professorin Dr. Mareike Kunter. Mit dem nun vorliegenden Abschlussbericht endet die wissenschaftliche Evaluation des Vorbereitungsdienstes zur Ausgangsfrage nach den Auswirkungen der Reform der Lehrkräfteausbildung. Demnach führen alle Beteiligten den Dienst mit hoher Qualität und großem Engagement durch. 

Ausgangspunkt war die Reform des Lehrerausbildungsgesetzes (LABG), mit der unter anderem die Dauer des Vorbereitungsdienstes von 24 auf 18 Monate verkürzt, neue Ausbildungsformate eingeführt und die Verzahnung von Studium, Schule und Zentren für schulpraktische Lehrkräfteausbildung (ZfsL), unter anderem mit der Einführung des Praxissemesters, weiterentwickelt wurden. 

In drei Evaluationsphasen zwischen 2011 und 2025 wurden die Wirkungen dieser Veränderungen untersucht und aktuelle Herausforderungen der Lehrkräftebildung in den Blick genommen. Dazu gehörten zuletzt insbesondere Fragen des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt, der Personenorientierung in der Ausbildung sowie der Durchlässigkeit in den Lehrerberuf vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels.

Die Evaluation stützt sich auf umfangreiche Befragungen von Lehramtsanwärter*innen, Seminarleitungen, Fachleitungen und Ausbildungslehrkräften an Schulen in Nordrhein-Westfalen. Ergänzend wurden qualitative Fokusgruppen durchgeführt, um Erfahrungen und Entwicklungsperspektiven aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erfassen.

Der Abschlussbericht, an dem neben Mareike Kunter auch David Simon, Jürgen Schneider und Verena Jörg beteiligt waren, liefert eine wissenschaftlich fundierte Bilanz von mehr als einem Jahrzehnt Reformpraxis und gibt zugleich Hinweise für die zukünftige Weiterentwicklung des Vorbereitungsdienstes in Nordrhein-Westfalen.

zum Abschlussbericht (pdf)