Kritisches Denken und KI an der Hochschule

Künstliche Intelligenz an Hochschulen
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08.07.2026 Nachricht
Der Wissenschaftsrat hat seine „Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten generativer KI“ vorgestellt.

Der Wissenschaftsrat fordert „intellektuelle Souveränität“ als Leitidee für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung. Im Papier, an dem auch Prof. Dr. Hendrik Drachsler, Professor für Educational Technologies am DIPF, als Kommissionsmitglied mitgearbeitet hat, werden Chancen und Risiken von KI in der Hochschulbildung gegenübergestellt.

Der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz eröffne Hochschulen weitreichende Möglichkeiten, Lehre und Studium weiterzuentwickeln. Der Zugang zu Wissensinhalten könne verbessert werden. Es seien neue Formen von Feedback, kreative Gestaltung von Lehrmaterialien sowie Fortschritte in Barrierefreiheit und Inklusion möglich.

Chancen und Risken

Dem gegenüber stünden grundsätzliche Risiken. So könne der Einsatz von KI die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Denken beeinträchtigen, zu Kompetenzverlust und Fehlinformiertheit führen sowie den fachlichen und sozialen Austausch einschränken. "Für die Hochschulbildung bedeutet die Einführung generativer KI mehr als nur technische und instrumentell-prozedurale Anpassungen, sie berührt den Kern akademischen Denkens und erfordert eine grundsätzliche Positionierung", heißt es in der Pressemitteilung. 

Kernpunkte der Empfehlungen:

  • KI-Kompetenzen bei Lehrenden und Studierenden aufbauen, Fachwissen stärken, KI-freie Räume im Curriculum verankern
  • Prüfungsformate umgestalten und eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens fördern
  • Hochschulen als soziale Lernorte wiederbeleben
  • die Lernwirksamkeit von KI-Anwendungen wissenschaftlich prüfen und begleiten
  • souveräne und leistungsfähige, verbundförmige KI-Infrastrukturen für die Hochschulbildung entwickeln

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