Im Wikiversum wirken

In einer Workshopserie wurde herausgearbeitet, wie die digitalen Bestände des DIPF in Wikipedia, Wikidata und anderen freien kollaborativen Platformen intensiver verwendet, zitiert und verlinkt werden können und wie das DIPF das technisch unterstützen kann. Ziel war darüber den Wissenstransfer in breitere Interessenkreise zu verstärken, den Austausch sowie die aktive Mitarbeit anzuregen und über die Entwicklung von Impact-Indikatoren messbar zu machen.

 Projektbeschreibung

In zahlreichen Wikipediaartikeln wird auf frei zugängliche, digitalisierte Quellen der BBF verlinkt, insbesondere auf digitalisierte Personalkarten und -bögen preußischer Lehrer*innen aus dem BBF-Archiv und historische Drucke aus dem Textarchiv der BBF "Scripta Paedagogica". Auch online in pedDOCS, dem Open Access Repositorium für elektronische Volltexte der Bildungsforschung und Erziehungswissenschaft, publizierte Texte werden häufig zitiert. Über diese Verlinkungen vergrößert das DIPF die Wirkung seiner frei im Netz verfügbaren Angebote. Dieses Potential ist aber noch nicht ausgeschöpft.

Im ersten Teil der von Expert*innen angeleiteten Workshopreihe haben Beschäftigte des DIPF Wege herausgearbeitet, wie die Rezeption und Verknüpfung digitaler Dokumente des DIPF in bzw mit Wikipedia und ähnlichen Webangeboten erleichtert und damit  verbessert  werden kann, um auf diesem Wege den Transfer von historischem und aktuellem Wissen über Bildung aus dem DIPF zu verstärken.

Bisher gibt es nur ein latentes Wissen, wie vom DIPF bereit gestellte Daten in Wikipedia und ähnliche Portale genutzt werden, ohne dass die Nutzung jedoch messbar ist. Im zweiten Workshop wurden daher für die Impactmessung geeignete Altmetricsansätze vorgestellt und diskutiert. Durch wurden erste Ansätze für die Definition geeigneter Indikatoren gefunden, mit denen die Wirkung der ressourcen-intensiven Erzeugung und Bereitstellung von Digitalisaten bzw. digitalen Dokumenten in Wikipedia und vergleichbaren Wissensportalen künfitg gemessen und damit belegt werden kann.

Neben der Messung sollte aber auch der Transfer nach Möglichkeit erhöht werden. In einem weiteren Workshop hatte das Ziel klassische bibliothekarische Dienstleistungen (Erzeugung von Metadaten, Bereitstellung von Informationssystemen und Dokumenten) als Wissens und Datenservice im Feld semantisch vernetzter digitaler Daten aus Perspektive des Wissenstransfers begreifbar zu machen. Der Workshop, der sich an die wissenschaftliche Communities der Bildungsforschung und Bildungsgeschichte richtete, sollte die Arbeit im Umfeld des „Wikiversums“ anregen. Durch den aktiven Austausch, ergaben sich konkrete neue Ansätze, Informationsinfrastrukturleistungen der BBF und des DIPF zur Unterstützung von Open Science und Citizen Science auszubauen.

Finanzierung

Das Projekt wurde im Rahmen des DIPF-internen Wettbewerbs „Transfer 2018“ zur Entwicklung innovativer Transferformate zur Förderung ausgewählt.

Publikationen

Bericht im DIPFBlog

Projektleitung

Lars Müller

Projektteam

Annett Krefft

Projektdaten

Status:
Abgeschlossene Projekte
Laufzeit:
01/2018 – 12/2020
Finanzierung:
DIPF
Abteilung: BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung
Kontakt: Lars Müller, Wissenschaftlicher Bibliothekar