Fundstücke aus mehreren Jahrzehnten DIPF-Geschichte

"In jedem Jahr eine Studienreise"

Zum festen Bestand des wissenschaftlichen Lebens in den Anfangsjahren des DIPF gehörten gemeinsame Auslandsreisen der Professoren und der zeitweiligen Mitarbeiter. Der Zweck dieser Studienfahrten lag vor allem darin, das Schulwesen anderer Länder kennenzulernen und Verbindungen zu Forschungsinstituten und zu Lehrerbildungsanstalten zu knüpfen.

Von Tiefkühlkost und harten Stühlen

Vor allem um den zeitweiligen Mitarbeitern, die während ihres Forschungsaufenthalts im Institutsgebäude untergebracht waren, ein preiswertes und warmes Mittagessen zu bieten, unterhielt das DIPF seit 1952 eine eigene Kantine in den Kellerräumen.

Wir sind kein Hotel!

Wer in den 1950er Jahren die damalige HIPF besuchte, musste sich auch trotz des großen Wohnungsmangels keine Sorgen um die Übernachtung machen. Das Gebäude in der Frankfurter Schloßstraße verfügte über mehr als zwanzig „besonders gut möblierte Wohnzimmer“, die vorwiegend an Tagungsgäste, zeitweilige Mitarbeiter oder ausländische Stipendiaten vermietet wurden. Ihr primärer Nutzungszweck für die Beherbergung von Lehrkräften (zeitweiligen Mitarbeitern), welche sich zur Lehreraus- und Fortbildung an das DIPF abordnen lassen konnten. Die Abordnungen dienten der wissenschaftlichen Arbeit oder der Qualifikation für Führungspositionen der Schulverwaltung.

Guinness-Buch und Kettenbriefe

Auch auf solche Geschichten stößt man im DIPF-Archiv: 1989 entdecken Ärzte beim damals neunjährigen Craig Shergold aus Großbritannien einen bösartigen Hirntumor und geben ihm nur noch wenige Wochen zu leben. Um Craig aufzumuntern, bittet seine Mutter alle Freunde und Bekannten, ihrem Sohn Genesungswünsche auf Postkarten zu schicken. Das Krankenhaus und die Medien tragen die Bitte weiter.

Das DIPF in den 70er Jahren: Angst vor der RAF

Im Frühjahr 1972 wurde Westdeutschland von mehreren Bombenanschlägen erschüttert. Die Rote Armee Fraktion erklärte, den Vietnam-Krieg „in die Metropolen zu tragen“, und richtete Attentate gegen US-Militäreinrichtungen und deutsche Behörden. Für öffentliche Dienstgebäude, darunter auch das DIPF, wurden deshalb verschärfte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet.

Wir hätten auch IABF heißen können...

„Institut für angewandte Bildungsforschung“, kurz IABF, war einer von elf Namensvorschlägen, die anlässlich der Aufnahme der Hochschule für Internationale Pädagogische Forschung in das Königsteiner Abkommen zur Diskussion standen. Wie vor fünfzig Jahren aus der HIPF das DIPF wurde, ist Thema dieses Archivsplitters.