MINT und Geschlecht: Unausgewogene Erwartungen

Geschlechter-Stereotype in den MINT-Fächern
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23.06.2026 Medienbericht
Gastbeitrag von Prof. Dr. Hanna Beißert im Didacta-Magazin zur Bedeutung von Geschlechter-Stereotypen in den MINT-Fächern.

Bildungsforscherin Beißert konstatiert gleich zu Beginn ihres Beitrags: „Auch wenn es in den letzten Jahrzehnten positive Entwicklungen gab, bestehen auch heute noch große Unterschiede hinsichtlich der Beteiligung und des Erfolgs von Frauen und Männern im MINT-Bereich.“ Als eine Erklärung werden dafür seit einigen Jahren Geschlechter-Stereotype diskutiert. „Im Hinblick auf das Geschlecht entstehen solche Stereotype bereits in der frühen Kindheit und beeinflussen somit die Überzeugungen und Einstellungen von Kindern, lange bevor sie vor Berufsentscheidungen stehen.“, so Hanna Beißert.

Um die Rolle von Schule und Lehrkräften in diesem Kontext näher zu beleuchten, hat das DIPF besagte Stereotype bei angehenden Grundschullehrkräften untersucht. Beißert beschreibt das zentrale Ergebnis: „Lehrkräfte sowie Lehramtsstudierende erwarteten in den MINT-Fächern bei Jungen höhere Fähigkeiten als bei den Mädchen – aber je nach Fach in unterschiedlichem Ausmaß.“ Besonders stark traten sie in den Bereichen Technik und Informatik auf. Im weiteren Verlauf des Beitrags skizziert die Wissenschaftlerin mögliche Ansatzpunkte, um das zu ändern – etwa über eine stärkere Thematisierung einer stereotyparmen Gestaltung von Schule und Unterricht in der Lehramtsausbildung oder den Einsatz von weiblichen Rollenmodellen.

Der ganze Artikel im Didacta-Magazin (ab Seite 38)