Die Vorgeschichte
Obwohl der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg lange bekannt war, fehlte eine systematische, vergleichbare Evidenzbasis. GesUB schloss diese Lücke mit einem methodisch anspruchsvollen Ansatz, der Transparenz, Struktur und wissenschaftliche Orientierung schafft.
Strukturierte Evidenz statt fragmentierter Einzelstudien
Zwar gibt es seit den 1960er Jahren zahlreiche Einzelstudien zu diesem Thema, doch bislang fehlte eine strukturierte Übersicht, die diese Vielzahl an Studien zusammenführt und systematisiert.
Anders als in den USA, wo evidenzbasierte Übersichtsarbeiten längst fester Bestandteil der wissenschaftlichen Praxis sind, war diese Methodik in Deutschland kaum etabliert und damit kam eine systematische Gesamtschau im Bereich der Bildungsungleichheit in der deutschsprachigen Bildungsforschung nicht vor. Dabei bietet sie fundierte Aussagen über den Stand der Forschung, ermöglicht theoretische Zugänge im Bereich Bildungsungleichheit und zeigt bestehende Lücken auf. Das Projekt GesUB – Forschungssynthese zur Genese sozialer Ungleichheiten des Bildungserwerbs setzt genau hier an.