Wie Bildung in Europa gerechter werden soll
Bildungsungleichheiten stellen europaweit eine große Herausforderung dar, denn der Bildungserfolg hängt nach wie vor stark von der sozialen Herkunft ab. Die benachteiligten Lernenden müssen erhebliche Hürden überwinden, bildungspolitische Initiativen werden nicht immer systematisch evaluiert und die Forschung in diesem Bereich ist immer noch fragmentiert und unzureichend mit Politik und Praxis vernetzt.
Das neue „Horizont Europa“-Projekt TRANSFER hat sich zum Ziel gesetzt, diese Herausforderungen anzugehen. Es will neue Ansätze zur Evaluation entsprechender bildungspolitischer Maßnahmen entwickeln und den Wissensaustausch zwischen Forschung, Politik und Praxis durch einen integrierten Ansatz stärken. Unter der Koordination der Schweizer Universität Freiburg vereint das Projekt ein multidisziplinäres Konsortium aus 13 Partner*innen – darunter das DIPF – aus acht europäischen Ländern.
Die Partner*innen werden einen partizipativen, auf gemischten Methoden basierenden Rahmen für die bildungspolitische Evaluation entwickeln und in den teilnehmenden Ländern erproben. Dessen Kern bildet die Bewertung über den gesamten Politikzyklus hinweg. Außerdem untersucht das Konsortium, was erfolgreichen Austausch zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft ausmacht. Diese Erkenntnisse sollen in Methoden-Leitfäden, Handlungsempfehlungen für die Politik, eine interaktive Wissensplattform sowie einen KI-gestütztes Instrument zur Simulation von Szenarien einfließen.
TRANSFER erhält für die nächsten drei Jahre Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro aus dem Horizont-Programm der EU und ist jetzt mit einem Kick-Off-Treffen der Beteiligten offiziell gestartet.
Weitere Details entnehmen Sie der Pressemitteilung des Konsortiums.