Kai Maaz: Eltern als Bildungspartner*innen viel mehr in Boot nehmen
Dafür sei gut qualifiziertes Personal nötig, nach Möglichkeit ein Mix aus unterschiedlichen Professionen, so der Bildungsforscher. Neben Erzieher*innen nannte er Kindheitspädagog*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen. Der derzeitige Geburtenrückgang biete eine gute Chance dafür, und man solle versuchen, das Personal im System zu halten und nicht aus Sparzwängen zu reduzieren.
Für den Übergang an die Schule betonte Kai Maaz, dass viele Kinder keine eigentlichen Sprachprobleme hätten, sondern Probleme beim Verstehen und Sich-Ausdrücken in der Instruktionssprache der Schule. Dafür brauche es entsprechende Angebote in den Kitas. „Sprache ist wichtig, aber wir müssen uns ehrlich machen und fragen, warum es nur fünf Bundesländer gibt, die eine verpflichtende Sprachdiagnose und bei Auffälligkeiten eine Förderung anbieten“, unterstrich Prof. Maaz.
Eine zentrale Rolle in der frühkindlichen Bildung hätten aber auch die Familien. „Die frühkindliche Bildung beginnt direkt nach der Geburt. Die Eltern sind die zentralen Ansprechpartner*innen für die Kinder. Deshalb müssen wir auch die Eltern als Bildungspartner*innen viel mehr ins Boot nehmen.“
Das Gespräch mit Prof. Maaz in der ZDF-Mediathek (ab Min. 01:27:20)