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Forschung

MASK – Modellierung integrierter akademisch-sprachlicher Kompetenzen

Ziel des MASK-Projekts ist die empirische Fundierung des Kompetenzkonstrukts, das der erfolgreichen Bearbeitung integrierter akademisch-sprachlicher Aufgaben in einem Lingua-Franca-Kontext zugrunde liegt. Kernelement zur Erreichung dieses Ziels ist die Entwicklung und Erprobung von validen Kriterien zur Bewertung integrierter Schreibprodukte, mit denen die für die erfolgreiche Aufgabenbearbeitung nötigen Kompetenzen umfassend und differenziert erfasst werden.

Projektbeschreibung

Mit der zunehmenden Internationalisierung der Hochschulbildung werden akademisch-sprachliche Kompetenzen von Studierenden nicht nur in ihrer Erstsprache (L1) gefordert, sondern auch in Fremd- und Zweitsprachen (L2). Hierbei kommt dem Englischen als Lingua Franca eine besondere Bedeutung zu. Im Bereich der internationalen Studiengänge gibt es Untersuchungen zu akademisch-sprachlichen Anforderungen, doch fokussieren diese meist auf die Kompetenzen der internationalen Studierenden. Hingegen sind die Kompetenzanforderungen deutscher Studierender in der Unterrichtssprache Englisch in internationalen Studiengängen nicht erforscht.

Besondere Bedeutung kommt im Hochschulkontext den schriftsprachlichen Kompetenzen zu, insbesondere der Textproduktion auf Basis zuvor gelesener Texte (reading into writing), sowohl in deutsch- als auch in englischsprachigen Studiengängen. In der Literatur herrscht weitgehender Konsens darüber, dass akademisch-schriftsprachliche Kompetenzen in der L2 mehrere Teilfähigkeiten umfassen und dementsprechend als mehrdimensional zu betrachten sind. Neben Schreibkompetenzen umfasst das Konstrukt Lesekompetenz. Des Weiteren ist das Konstrukt charakterisiert durch allgemeine fremdsprachliche Kompetenzen, Wissen bezüglich der Diskurssynthese im Rahmen bestimmter kultureller sowie soziolinguistischer Kontexte, sowie der Fähigkeit, den Kontext von Schreibaufgaben zu interpretieren. Forschungsbedarf besteht allerdings bezüglich der Frage, ob akademisch-schriftsprachliche Kompetenzen in der L2 sich vollständig durch die Summe zugrundeliegender Teilkompetenzen erklären lassen, oder ob für die Bewältigung der kombinierten Anforderungen zusätzliche spezifische Kompetenzen erforderlich sind.

Projektziele

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die empirische Fundierung des Kompetenzkonstrukts, das der erfolgreichen Bearbeitung integrierter akademisch-sprachlicher Aufgaben in einem Lingua-Franca-Kontext zugrunde liegt. Kernelement zur Erreichung dieses Ziels ist die Entwicklung und Erprobung von validen Kriterien zur Bewertung integrierter Schreibprodukte, mit denen die für die erfolgreiche Aufgabenbearbeitung nötigen Kompetenzen umfassend und differenziert erfasst werden. Die Annahme, dass die Bewertungskriterien die interessierenden akademisch-sprachlichen Kompetenzen umfassend und differenziert erfassen, soll durch die empirische Prüfung der folgenden Annahmen auf Basis einer größeren Studierenden-Stichprobe validiert werden:

  1. Die Bearbeitungsprozesse von Probanden, die besser und schlechter bewertete Schreibprodukte erstellen, unterscheiden sich in vorhersagbarer Weise voneinander.
  2. Auf menschlichen Urteilen und computerbasierten Textanalysen basierende Kriterien zur Bewertung integrierter Schreibprodukte weisen eine mehrdimensionale Struktur mit den übergeordneten Dimensionen: (1) Sprachliche Qualität, (2) Qualität der Diskurssynthese und (3) Qualität der Ausgangstextnutzung auf.
  3. Mit den durch die Bewertung der integrierten Schreibprodukte ermittelten Testleistungen lässt sich der Studienerfolg in englischsprachigen Lehrveranstaltungen vorhersagen.

Finanzierung

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Kooperationen

  • Zentrum für technologiebasiertes Assessment (TBA)
  • Prof. Torsten Zesch, Universität Duisburg-Essen
  • Prof. Pablo Pirnay-Dummer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Projektleitung

Projektteam

Ximena Delgado Osorio

Projektdaten

Status:
Laufende Projekte
Laufzeit:
01/2020 – 12/2022
Finanzierung:
DIPF
Abteilung: Bildungsqualität und Evaluation
Kontakt: Ximena Delgado Osorio, Doktorandin
zuletzt verändert: 11.09.2020