Bessere Förderung für Kinder und Jugendliche mit Autismus nötig

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19.06.2026 Nachricht
Eine neue Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) befasst sich damit, wie autistische Kinder und Jugendliche in der Bildung unterstützt werden können. An der Stellungnahme hat Prof. Dr. Kathrin Berdelmann mitgewirkt.

Autistische Kinder und Jugendliche finden demnach in den Bildungseinrichtungen vielfach noch nicht die Förderung, die sie eigentlich benötigen – mit großen Unterschieden zwischen den Ländern, Regionen und einzelnen Schulen. Auch in der Lehrkräftebildung werde das Thema nicht durchgängig und systematisch berücksichtigt. Zudem gebe es bislang nur in einigen Ländern verlässliche Zahlen dazu, wie viele Autist*innen in welchen Schulformen unterrichtet werden. Die Stellungnahme enthält deshalb Empfehlungen, wie Schulen, Schulverwaltung, Lehrkräftebildung und Bildungspolitik dazu beitragen können, die Bildungs- und Teilhabechancen autistischer Kinder und Jugendlicher nachhaltig zu verbessern.

Der autismussensible Unterricht steht am DIPF im Zentrum des Projekts INCLASS. Prof. Dr. Kathrin Berdelmann, die an der SWK-Stellungnahme mitgewirkt hat, ist eine der Leiter*innen des Projekts. Seit dem Schuljahr 2025/26 steht pädagogischen Fachkräften die gleichnamige Fortbildung zur Verfügung. Entwickelt wurde auch ein Self-Assessment-Tool, mit dem Lehrkräfte ihr Wissen und ihre Vorerfahrungen zum Thema Autismus überprüfen und Empfehlungen für die passenden Fortbildungsmodule erhalten können. In Vorbereitung ist außerdem eine Smartphone-App. Diese richtet sich beispielsweise an Lehrkräfte, die ein Kind im Autismus-Spektrum in ihrer Klasse haben, und soll dabei helfen, dessen individuellen Bedarfe besser zu verstehen und es gezielt zu unterstützen.

Zur SWK-Stellungnahme "Autistische Kinder und Jugendliche in der Schule unterstützen"

Zur Kurs-Anmeldung auf der Plattform der Digitalen Werkstatt

Zur Podcastfolge „Inklusion von Schulkindern im Autismus-Spektrum“ im Podcast „Sitzenbleiben“