Plädoyer für eine vieldimensionale Sicherheitsarchitektur
In einer aktuellen Veröffentlichung plädiert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), dem auch Prof. Dr. Kai Maaz vom DIPF angehört, für eine vieldimensionale Sicherheitsarchitektur. Sie soll nicht nur die Bekämpfung von Umweltrisiken enger mit sicherheitspolitischen Instrumenten verzahnen, sondern auch eine Reihe weiterer Themenfelder einbinden, die im nationalen wie internationalen Sicherheitskontext entscheidend sind.
Konkret hat der Beirat fünf Themenschwerpunkte identifiziert, die es stärker in die sicherheitspolitische Strategie der Bundesregierung und insbesondere des Nationalen Sicherheitsrates einzubeziehen gilt:
- Schutz vor Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung, um die Lebensfähigkeit der Menschheit zu bewahren
- Sozialer Zusammenhalt, um resiliente Gesellschaften zu fördern
- Informationsintegrität, um die Demokratie wehrhaft zu machen
- Abgewogene Nutzung von Technologien und Rohstoffen, um Abhängigkeiten zu reduzieren
- Strategische, regelbasierte und faire Kooperation, um die internationale Zusammenarbeit zu stützen
Nähere Informationen zu der neuen Lagebeurteilung stehen in einer Pressemitteilung des WBGU.