Yvonne Anders als Expertin für frühkindliche Bildung im Bundestagsausschuss

Sprachliche Förderung im Kindergarten - eine Erzieherin übt mit ihrer Gruppe den Buchstaben "A"
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03.11.2026 Nachricht
Der Gesetzentwurf „zur Verbesserung der Startchancen von Kindern und zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung“ stand am 2. November im Bundestagsausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Diskussion. Die DIPF-Direktorin Prof. Dr. Yvonne Anders hat in der Sitzung als Expertin Stellung zu dem Entwurf genommen.

Mit dem Gesetz soll unter anderem geregelt werden, dass spätestens im fünften Lebensjahr die Sprachfähigkeiten von Kindern verpflichtend erhoben und dokumentiert werden. Für die zusätzliche Förderung sollen die Kindertagesstätten weitere Ressourcen und Personal erhalten.

Diese Förderung der Kinder sei entscheidend, betonte Prof. Anders, die am DIPF die Abteilung „Entwicklung in Bildungskontexten“ leitet und zudem Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz ist. Mit dem Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz (SCQEG) werde erstmals ein umfassender rechtlicher Rahmen geschaffen, der individuelle Entwicklungsförderung, Qualitätsentwicklung in Einrichtungen sowie bildungspolitische Steuerung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene miteinander verknüpft.

Als besonders positiv bewertet sie im Gesetzentwurf, dass vor dem Schuleintritt bei den Kindern die Sprachentwicklung, Selbstregulationsfähigkeiten, mathematische und motorische Kompetenzen verbindlich erfasst werden sollen. Somit könnten Förderbedarfe, die häufig deutlich vor dem fünften Lebensjahr entstünden, frühzeitig erkannt und Bildungsungleichheiten wirksam adressiert werden. Dies gelte insbesondere für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Ergänzungsbedarf für den Entwurf sieht die Psychologin dennoch. So müsse die Rolle der Fachberatung bei der Interpretation und Nutzung von Qualitäts- und Entwicklungsdaten ausdrücklich verankert und hierfür ausreichende Ressourcen sichergestellt werden. Zudem müssten die Eltern aktiv eingebunden werden.

Zum Bericht auf der Seite des Deutschen Bundestags

Zur Stellungnahme von Prof. Anders