Lückentexte und Hausaufgaben im Blickpunkt

Sind Hausaufgaben und Lückentexte sinnvoll?
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16.03.2026 Medienbericht
Zwei Beiträge der Ippen-Verlagsgruppe mit Einschätzungen von Prof. Dr. Marcus Hasselhorn erschienen.

Der erste Beitrag geht der Frage nach, ob die in Schulen häufig eingesetzten Lückentexte für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche grundsätzlich eine besondere Herausforderung darstellen. Das kann der DIPF-Bildungsforscher so nicht bestätigen. Probleme mit Lückentexten hätten vielmehr diejenigen Kinder, „die aus dem Kindergarten kommen, ohne basale feinmotorische und handkoordinative Fähigkeiten zu beherrschen.“ Und hier macht Marcus Hasselhorn einen Trend aus: „Das Halten einer Schere, das richtige Führen eines Stiftes – Dinge, die vor zwanzig oder dreißig Jahren selbstverständlich waren – können heute nur noch etwa zwei Drittel der Kinder.“

Der zweite Ippen-Beitrag befasst sich mit dem Sinn von Hausaufgaben, der immer wieder mal in Frage gestellt wird, da dadurch keine Lerneffekte erzielt und die Schüler*innen nur zusätzlich belastet würden. Hier plädiert Professor Hasselhorn für eine differenziertere Betrachtung, da solche Urteile oft auf Mittelstufenschüler*innen verengt seien: „In der Grundschule erfüllen Hausaufgaben jedoch eine andere Funktion: Sie helfen, Grundfertigkeiten durch Wiederholung zu automatisieren.“ Diese Wiederholungen würden auch zum Erlernen der sogenannten verbundenen Ausgangsschrift beitragen, die ebenfalls wichtig sei, so Hasselhorn: „Sie zwingt Kinder mit motorischen Defiziten zu Übungsschleifen, fördert Automatisierung und neuronale Verschaltungen und erleichtert das Erkennen von Wortgrenzen.“

Der erste Ippen-Beitrag zu den Lückentexten (hier Münchner Merkur)

Der zweite Ippen-Beitrag zum Sinn von Hausaufgaben (hier Gießener Anzeiger)