Umweltschutz als menschliche Daseinsfürsorge
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) zeigt in dem ersten Kapitel seines Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“, dass Umweltschutz der menschlichen Daseinsfürsorge dient und somit einen unverzichtbaren Bestandteil vorausschauender, fachübergreifender Sicherheitspolitik darstellt. Der Beirat, zu dessen Mitgliedern auch DIPF-Bildungsforscher Prof. Dr. Kai Maaz gehört, empfiehlt, die umweltbedingten Bedrohungen dauerhaft in die Arbeit des Nationalen Sicherheitsrats einzubeziehen und sie neben klassischen militärischen und wirtschaftlichen Sicherheitsbedingungen systematisch in Risikoanalysen zu integrieren. „Sicherheit beginnt mit dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Wer Klimarisiken, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung ignoriert, unterschätzt die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit“, betont der WBGU.
Drei Handlungsfelder beleuchtet das Teilgutachten dabei näher:
- Stabilisierung des Klimas als Sicherheitsfaktor
- Stärkung der natürlichen Infrastruktur als Beitrag zum Bevölkerungsschutz
- Internationale Umweltkooperation als friedensfördernde Maßnahme
Das Teilgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“ ist das erste Kapitel des Hauptgutachtens „Sicherheit – nachhaltig und integriert“, an dem der WBGU derzeit arbeitet. Angesichts der dynamischen sicherheitspolitischen Debatten hat sich der Beirat entschlossen, einzelne Kapitel vorab zu veröffentlichen. In den kommenden Monaten werden weitere Teilgutachten folgen.
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Er hat die Aufgabe, globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und Handlungs- und Forschungsempfehlungen zu deren Lösung zu erarbeiten.
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Zum Teilgutachten "Umwelt prägt Sicherheit"