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Vernetzung

Wissenschaftliche Verbünde

Bildungsforschung am DIPF findet in hohem Maße vernetzt statt und das Institut arbeitet auf nationaler wie internationaler Ebene mit Partnern zusammen, um bildungsbezogene Herausforderungen zu lösen. Dabei ist das DIPF oft federführender Partner und koordiniert verschiedene Forschungsverbünde.

Koordination von Verbünden

Der Bildungsbericht liefert alle zwei Jahre eine empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vom frühkindlichen Bereich bis zur Weiterbildung. Insbesondere geht es darum, die verfügbaren Daten und Befunde aus amtlichen Quellen sowie sozialwissenschaftlichen Erhebungen zu systematisieren, im Blick auf übergreifende Fragestellungen zu (re-)analysieren und in ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und Erträgen zu interpretieren. Der Bildungsbericht wird gemeinsam mit vier Kooperationspartnern unter der Federführung des DIPF erarbeitet.

 

Der Deutsche Bildungsserver (DBS) bietet allen mit Bildungsthemen befassten Professionen und der an Bildungsfragen interessierten Öffentlichkeit redaktionelle Informationsangebote, systematische Verzeichnisse und thematische Dossiers sowie offizielle Dokumente von Bund und Ländern. Für englischsprachige Nutzerinnen und Nutzer bietet der DBS über die Seite eduserver Neuigkeiten aus dem deutschen Bildungssystem an. Der Internet-Wegweiser zum Bildungswesen ist ein Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern, der vom DIPF gemeinsam mit dem Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) angeboten wird. Sitz der koordinierenden Geschäftsstelle ist das DIPF.

 

Das Fachportal Pädagogik bietet wissenschaftliche Literatur, Forschungsdaten und -instrumente sowie Informationssammlungen zur bildungshistorischen Forschung; es richtet sich vor allem an die erziehungswissenschaftlich Tätigen aus Forschung und Praxis. Das Fachportal Pädagogik wird betrieben vom Informationszentrum Bildung des DIPF und bildet zusammen mit dem Deutschen Bildungsserver einen Entwicklungsverbund.

 

Das Fachinformationssystem (FIS) Bildung ist ein Verbund von ca. 30 Dokumentationseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Kernstück des Verbunds ist die online recherchierbare FIS Bildung Literaturdatenbank als umfassendster Informationsdienst zu bildungsbezogener Literatur im deutschsprachigen Raum. Die Koordinierungsstelle des FIS Bildung-Verbunds ist am DIPF angesiedelt.

 

Verbund Forschungsdaten Bildung

Gemeinsam mit GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) bietet das DIPF in Kooperation mit weiteren Forschungsdatenzentren Forschenden der empirischen Bildungsforschung Services zur Dokumentation, Sicherung und Nachnutzung von Forschungsdaten an. Zu diesem Zweck stellen die Verbundpartner eine leistungsfähige und nutzerfreundliche Forschungsdateninfrastruktur bereit. Sie ermöglicht Forschenden, ihre  Daten und Instrumente an zentraler Stelle zu melden und rechtskonform bereitzustellen, in dem vorhandenen Studien- und Datenbestand zu recherchieren und sich zu Fragen des Datenmanagements beraten und schulen zu lassen. Die Projektkoordination liegt beim DIPF.

 

Open Educational Resources (OER) sind frei zugängliche Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen, die gemeinfrei sind oder auf Basis freier Lizenzen ihre Verwendung und Veränderung erlauben. Um das Wissen über OER zusammenzuführen, eine übergreifende Plattform für den fachlichen Austausch anzubieten und für eine nachhaltige und breite Sichtbarkeit des Themas in der Öffentlichkeit zu sorgen, baut der Deutsche Bildungsserver gemeinsam mit mehreren Partnern eine zentrale Informationsstelle OER auf.

 

Die im Frühjahr 2011 im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung am DIPF und der LMU München eingerichtete Koordinierungsstelle betreut Forschungsprojekte und Verbundvorhaben zweier BMBF-Förderschwerpunkte : "Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (ESF)”  und "Neurowissenschaften und Lehr-Lern-Forschung / Neurowissenschaften – Instruktion – Lernen (NIL)". Die Koordinierungsstelle stellt die fachlich-organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit und fachliche Unterstützung zwischen den geförderten ESF- und NIL-Projekten. Unter anderem gehören jährliche internationale Symposien zu den Aktivitäten der Koordinierungsstelle.

Leitung: Prof. Dr. Marcus Hasselhorn (DIPF) und Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne (Klinikum der Universität München)
Mitarbeit: Dr. Kathleen Thomas

 

Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen – StEG untersucht seit 2005 die Entwicklung deutscher Ganztagsschulen. Die Studie wird vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter Nutzung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und unter Beteiligung aller 16 Bundesländer von einem Forschungskonsortium durchgeführt. Das DIPF hat die Federführung sowie die Koordination der Studie übernommen. Aktuell befindet sich StEG in der dritten Förderphase.

 

Beteiligung an Verbünden

In dem Programm "Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)" arbeiten Verbünde aus Kindertageseinrichtungen und Schulen eng zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und abgestimmte Maßnahmen der Sprachbildung umzusetzen. Das DIPF ist mit vier weiteren Einrichtungen Mitglied des Trägerkonsortiums. Aufgabe des Instituts ist dabei u. a. die Pflege und Weiterentwicklung einer sogenannten Tool-Datenbank, in der diagnostische Instrumente und Fördermaßnahmen (Tools) dokumentiert und bewertet werden.

 

Die internationale OECD-Schulleistungsstudie PISA testet 15-jährige Schülerinnen und Schüler in den drei Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften und erfasst die Bedingungen, unter denen die Jugendlichen lernen. Seit 2009 beteiligt sich das DIPF mit wechselnden Aufgaben an den PISA-Studien; seit Sommer 2015 hat das DIPF die Federführung für die Entwicklung der internationalen Fragebögen für PISA 2018 inne.

 

Das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) bündelt die Durchführung der PISA-Studien in Deutschland sowie die deutsche Forschung zu internationalen Bildungsvergleichsstudien. Das DIPF bringt als fester Bestandteil des ZIB seine Kompetenz und Erfahrung in der Durchführung groß angelegter, länderübergreifender Vergleichsstudien wie PISA ebenso ein wie seine Expertise im Bereich der Kompetenzmessung und technologiebasierter Testverfahren.

 

zuletzt verändert: 08.09.2017