TRANSFER – Evaluation and Research-Policy-Practice Transfer to Promote Equity and Inclusion
Das europäische Forschungsprojekt TRANSFER evaluiert und vergleicht länderspezifische Maßnahmen und Programme, die Bildungsungleichheiten reduzieren sollen. Ein besonderer Fokus der Projektarbeit am DIPF liegt auf evidenzbasierter Politikberatung im Bildungsbereich und wie sie gelingen kann.
Projektbeschreibung
Obwohl vielfältige Forschungsergebnisse zur Entstehung und zum Abbau sozialer Ungleichheit im Bildungserwerb vorliegen, bestehen Bildungsungleichheiten in Europa weiterhin fort. Hier setzt das Projekt an. Durch ein internationales Konsortium bringt TRANSFER im Rahmen einer EU-Horizon-Förderung Forschungsteams aus acht Ländern zusammen (Deutschland, Finnland, Irland, Litauen, Norwegen, Schweiz, Spanien, Ungarn) und analysiert in verschiedenen europäischen Bildungskontexten, wie Bildungsungleichheiten reduziert werden können. Das Projekt verfolgt eine Mixed-Methods Evaluationsstrategie und entwickelt und erprobt dabei neue Ansätze des Transfers zwischen Forschung, Politik und Praxis, um Chancengerechtigkeit und Inklusion zu fördern: Ergebnisse werden gemeinsam mit relevanten Akteursgruppen generiert und reflektiert, um Relevanz, Nutzbarkeit und Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Unter diesem Transferbezug leitet das DIPF ein Arbeitspaket zu den Methoden und Gelingensbedingungen evidenzbasierter Politikberatung im Bildungsbereich. In einer ersten Projektphase wird ein systematischer Überblick über den internationalen Forschungsstand zu methodischen Ansätzen evidenzbasierter Politikberatung und über Institutionen und Vorgehensweisen der Politikberatung im Bildungsbereich erstellt. Die praktizierten Ansätze werden im europäischen Kontext verglichen.
Mithilfe von qualitativen Interviewstudien und quantitativen Daten werden anschließend nationale Maßnahmen und Programme zur Reduzierung von Bildungsungleichheit aus vier Perspektiven evaluiert: aus der Perspektive (1) der Praktiker*innen, (2) der Wissenschaftler*innen, (3) der politischen Entscheidungsträger*innen und (4) der Zielgruppen der Maßnahmen. Die empirischen Ergebnisse werden in einer übergreifenden Synthese zusammengefasst und diskutiert.
Projektziele
Zu Projektbeginn wird ein systematischer Überblick zur evidenzbasierten Politikberatung im Bildungsbereich für den europäischen Kontext erarbeitet. Auf dieser Basis wird in partizipativen Ansätzen mit verschiedenen Akteursgruppen auf nationaler Ebene empirisch untersucht und international verglichen, wie Bildungsungleichheiten reduziert werden können. Damit liefert TRANSFER anwendungsorientierte Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger*innen, Praktiker*innen, Zielgruppen wie Lernende und deren Eltern sowie für die breitere Öffentlichkeit. Übergreifendes Projektziel ist es, mit neuen Befunden inklusivere, gerechtere und zukunftsorientierte Bildungsprozesse in Europa zu fördern.
Finanzierung
Gefördert von der Europäischen Union, EU-Rahmenprogramm: Horizon Europe
Kooperationen
TRANSFER ist ein Konsortium von 13 Einrichtungen aus acht europäischen Ländern, das koordiniert wird durch die Universität Freiburg (Schweiz). Das DIPF kooperiert dabei eng mit dem Institut für Innovation und Technik (iit).
Projektleitung
Dr. Jan ScharfProjektteam
Projektdaten
| Status: |
Laufendes Projekt
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| Schwerpunkte: | |
| Abteilung: | Struktur und Steuerung des Bildungswesens |
| Bildungsbereiche: | Außerschulisches Lernen, Schule |
| Laufzeit: |
09/2026 – 08/2029
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| Finanzierung: |
Drittmittelprojekt
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| Kontakt: | Dr. Jan Scharf, Arbeitsbereichsleiter |