ICILS 2028 – International Computer and Information Literacy Study

Die IEA-Studie untersucht zum vierten Mal, wie gut Achtklässler*innen mit digitalen Medien umgehen können, wovon der Kompetenzerwerb abhängt und vergleicht dies international. Erstmals übernimmt das DIPF in einem Verbund mit der Ruhr-Universität-Bochum die Projektorganisation in Deutschland.

Projektbeschreibung 

Der sichere und kompetente Umgang mit digitalen Medien in allen Lebens- und Arbeitsbereichen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Daher stellt sich die Frage, über welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche in diesem Bereich verfügen, wie sich diese über die Zeit entwickelt haben und wie sie in Schulen gefördert werden können.

Die International Computer and Information Literacy Study (ICILS) legt als international vergleichende Schulleistungsstudie belastbare empirische Befunde zum Kompetenzstand von Schüler*innen (Jahrgangsstufe 8) zum Umgang mit digitalen Technologien und Informationen vor. Seit ihrer ersten Durchführung beteiligt sich Deutschland kontinuierlich am internationalen Vergleich mit Teilnahmen an ICILS 2013, ICILS 2018 und ICILS 2023. Die Teilnahmen ermöglichen einen umfassenden Einblick in die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Jugendlichen und in erste Entwicklungstrends der Kompetenzstände in Deutschland. Im Anschluss an die vorherigen Zyklen führt die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) den vierten Zyklus der Studie, ICILS 2028, durch. 

Wie in den Vorgängerzyklen liegt der Fokus in ICILS 2028 auf zwei Kompetenzdomänen:

  1. computer- und informationsbezogene Kompetenzen (seit ICILS 2013)
  2. Kompetenzen im Bereich „Computational Thinking“ (seit ICILS 2018 ein internationales Zusatzmodul)

Diese werden mithilfe computerbasierter und interaktiver Kompetenztests gemessen. Zusätzlich werden Kontextfragebögen eingesetzt, um Schüler*innen, Lehrkräfte sowie Schulleitungen und IT-Verantwortliche zu den Kontextfaktoren des Erwerbs digitaler Kompetenzen – wie etwa der technischen Ausstattung und Einstellungen – zu befragen.

Eine wesentliche Erweiterung der Inhalte von ICILS 2028 besteht in der Einführung neuer Aufgaben und Fragen. Sie berücksichtigen die zunehmende Bedeutung (generativer) künstlicher Intelligenz (KI) für die Informationsbeschaffung und das Lösen algorithmischer Problemstellungen sowie für Bildungsprozesse im Allgemeinen. Gleichzeitig wird der Bereich des digitalen Wohlbefindens erstmals systematisch in den Kernbereich der Studie aufgenommen. Dieser Schwerpunkt zielt darauf ab, die subjektiven Erfahrungen von Schüler*innen mit digitalen Medien und Technologien zu erfassen.

Damit wird ICILS 2028 nicht nur zu einem zentralen Instrument, mit dem technische und kognitive Kompetenzen gemessen, sondern auch soziale, emotionale und ethische Dimensionen der digitalen Bildung der Gegenwart erforscht werden.

Projektziele

  • Status Quo der digitalen Bildung von Schüler*innen (Jahrgangsstufe 8) im Sinne des Bildungsmonitorings sowohl auf nationaler Ebene als auch im internationalen Vergleich abbilden
  • computer- und informationsbezogenen Kompetenzen computerbasiert und interaktiv testen
  • Vergleiche auch im Hinblick auf Entwicklungstendenzen in den schon an ICILS 2013, 2018 und/oder 2023 beteiligten Ländern inklusive Deutschland ermöglichen
  • substanzielle pädagogische und technologische Weiterentwicklungen berücksichtigen
  • Kompetenzbereich „Computational Thinking“ untersuchen und erstmalig Vergleiche über mehrere Messzeitpunkte (zehnjähriger Zeitraum) ermöglichen
  • Bedeutung digitalbezogener Kompetenzen für das digitale Wohlbefinden von Schüler*innen erforschen

Finanzierung

Die Studie wird in Deutschland vom Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR; vormals: Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördert. Da die Studie zum europäischen Bildungsmonitoring gehört, werden die internationalen Teilnahmegebühren von der  Europäischen Kommission kofinanziert. In Deutschland hat die  Kultusministerkonferenz den Feldzugang in allen Bundesländern eröffnet und unterstützt die Durchführung der Studie.

Kooperation

Dieses Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit:

Mitglieder des nationalen Konsortiums:

Projektleitung

Prof. Dr. Frank Goldhammer

Projektteam

Projektdaten

Status:
Laufendes Projekt
Schwerpunkt: Bildung in der digitalen Welt
Abteilung: Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen
Bildungsbereich: Schule
Laufzeit:
01/2026 – 12/2030
Finanzierung:
Drittmittelprojekt
Kontakt: Dr. Britta Upsing, Wissenschaftliche Mitarbeiterin