Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ zeigt: Das Bildungssystem kommt trotz zahlreicher Reformen kaum voran. Immer mehr Schüler*innen verfehlen grundlegende Kompetenzstandards, soziale Ungleichheiten bleiben im gesamten Bildungsverlauf bestehen und der Fachkräftemangel verschärft sich. Gleichzeitig bringen Zuwanderung, Inklusion, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel zunehmende Herausforderungen mit sich, die sich in allen Bildungsbereichen überlagern und verstärken. Damit wird eine übergreifend koordinierte, langfristig angelegte Bildungssteuerung mit klaren Zielen dringlicher denn je.
Sich gut konzentrieren zu können, ist eine der Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Aber wie können Eltern ihre Kinder beim Entwickeln ihrer Konzentrationsfähigkeiten unterstützen? Und welcher Umgang mit dem Aufmerksamkeitskiller Handy ist sinnvoll?
Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schulpraxis stärken: Das war das Ziel des DIPF-Projekts „Peers4Practice“. Tandems aus Forschenden und Lehrkräften haben dabei für anderthalb Jahre eng zusammengearbeitet – mit dem Fokus auf Erfahrungsaustausch und Innovationen für den Unterricht. Jetzt ist das von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt zu Ende gegangen und wie soll es anders sein: Mit der wissenschaftlichen Koordinatorin Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle und der Förderschullehrerin in der Inklusion Irina Hönig ziehen zwei Beteiligte gemeinsam Bilanz.
Mit Prof. Dr. Yvonne Anders hat das DIPF eine ausgewiesene Expertin der frühen Bildung als Abteilungsleiterin gewonnen. Im Interview erläutert die Psychologin, wo sie Schwerpunkte setzen möchte, und ordnet den aktuellen Stand in Kitas, Grundschulen und Bildungspolitik ein. Ein Gespräch über Chancengerechtigkeit, Fachkräftemangel und die Sesamstraße.
Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter steht kurz bevor. Jetzt zeigt eine deutschlandweite Befragung von mehr als 4.000 Eltern: Die Bedarfe von Familien für Ganztagsangebote im Grundschulalter sind je nach Familienstruktur, Erwerbstätigkeit, Bildungshintergrund und räumlicher Lage unterschiedlich. Während für viele die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Mittelpunkt steht, verbinden andere mit dem Ganztag vor allem pädagogische Erwartungen wie Förderung, soziale Erfahrungen und mehr Selbstständigkeit der Kinder.
Die sozialen Unterschiede bei den digitalen Kompetenzen von Achtklässler*innen haben sich innerhalb von zehn Jahren deutlich vergrößert. Das zeigt eine neue Analyse des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Paderborn. Für diese Entwicklung seien vor allem das kulturelle Umfeld im Elternhaus und die Schulart ausschlaggebend, so die Forschenden.
Für einen Faktencheckbeitrag von ZDFheute wurde Prof. Dr. Kai Maaz dazu befragt, inwiefern Bildungsabschlüsse ihre bundesweite Gültigkeit verlieren könnten, wenn ein Bundesland deutlich andere Bildungsstandards setzt.
Was müssen unsere Kinder in Zukunft besonders gut beherrschen? Dr. Leonard Tetzlaff erklärt im Podcast, mit was man sich schon heute für morgen wappnen kann.
Erfahrungsberichte, Kurzbeiträge und Interviews nehmen die Themen Forschungsdatenmanagement (FDM) und Forschungsdaten in der Bildungsforschung in den Blick.
Mit dem Kolloquium „Eine gemeinsame Sprache finden. Wie Kommunikation zwischen (Bildungs-) Wissenschaft und Verwaltung gelingen kann“ verabschiedet das DIPF seine langjährige Geschäftsführerin Susanne Boomkamp-Dahmen. Die studierte Juristin war Mitglied des Vorstands und leitete mehr als 20 Jahre die „Zentralen Dienste“ des Instituts.