Forschungsthemen

Das DIPF ist das Zentrum für multidisziplinäre, empirische Bildungsforschung in Deutschland mit rund 140 wissenschaftlich Beschäftigten. Es greift auf die Expertise vielfältiger Disziplinen zurück. Dazu gehören insbesondere: Erziehungswissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft, Soziologie, Kulturgeschichte und Politikwissenschaft sowie eHumanities und Informationsmanagement. Entsprechend vielfältig sind die am DIPF beforschten Themen. Sechs strategische Schwerpunkte sind hervorzuheben:

Assessment

Die zuverlässige Erfassung von Lernergebnissen und Lernvoraussetzungen ist eine elementare Grundlage für viele Bereiche der Lehr- und Lernforschung, das Bildungsmonitoring, die Evaluation von Lernumgebungen sowie für individuelle Förderung in der Bildungspraxis. Am DIPF werden hierfür innovative Testverfahren, Technologien und psychometrische Methoden entwickelt und erforscht. Neben der Nutzbarmachung diagnostischer Verfahren für die pädagogische Praxis befasst sich das DIPF auch in historischer Perspektive mit Assessment-Praktiken.

Digitale Bildung

Der digitale Wandel der Gesellschaft wirft grundsätzliche Fragen auf, auch für die Gestaltung des Bildungssystems. Dabei muss man sowohl die Auswirkungen von Digitalität auf Bildungsinhalte im Blick behalten als auch die Möglichkeiten, das Lehren und Lernen interaktiver und individueller zu gestalten. Doch natürlich müssen auch die Risiken und Grenzen digitaler Medien im Bildungskontext betrachtet werden – hinsichtlich Datenschutz, Fachkräftekompetenzen und ihres pädagogischen Nutzens. Die wissenschaftliche Arbeit trägt mit fundierten Forschungsergebnissen, computergestützten Verfahren, Werkzeugen für Wissenschaft und Praxis sowie Beratungsleistungen zur Weiterentwicklung des Bildungswesens bei.

Bildungsmonitoring

Bildung ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung der Menschen. Die Bildungsforschenden am DIPF sammeln kontinuierlich Daten zum Bildungswesen, beobachten und analysieren Veränderungsprozesse und koordinieren das zentrale Instrument des Bildungsmonitorings in Deutschland, den Nationalen Bildungsbericht.

Forschungsdaten für die Bildungsforschung

Forschungsdaten sind ein strategischer Schwerpunkt der Arbeiten des DIPF. Durch seine beiden Schwerpunkte Bildungsforschung und Bildungsinformation bündelt das DIPF in einzigartiger Weise bildungswissenschaftliche und informatische und informationswissenschaftliche Kompetenzen. Mit dem Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB) und dem Forschungsdatenzentrum (FDZ) Bildung bietet das DIPF der Bildungsforschung wertvolle und nachhaltige Services an. Weiterhin liegt ein besonderes Augenmerk auf der Nutzbarmachung digitaler Technologien für die bildungswissenschaftliche sowie die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung zu Bildungsfragen (eHumanities).

Implementationsforschung

Ziel des DIPF ist es, die Erkenntnisse seiner empirischen Bildungsforschung in die pädagogische Praxis zu überführen. Das Institut arbeitet eng mit Bildungspraxis, -administration und -politik zusammen, um die Bedingungsfaktoren für die Implementierung dieser Ergebnisse im Klassenzimmer und anderen Lernorten zu identifizieren.

Systematic Reviews

Bildungspolitik, -administration und -praxis setzen verstärkt auf empirische Forschungsergebnisse, um ihre Entscheidungen zu treffen. Um diesen Prozess effizient zu gestalten, bereitet das DIPF die Vielfalt der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse für die verschiedenen Entscheidungstragenden in Form von Systematic Reviews anwendungsorientiert auf.