Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Bildungsqualität und Evaluation

Bildungsqualität und Evaluation

Im Zentrum der Abteilung Bildungsqualität und Evaluation (BiQua) steht die Untersuchung der Qualität und Wirkung von pädagogischen Bildungsprozessen.

Porträt der Abteilung

Die Abteilung Bildungsqualität und Evaluation befasst sich in ihrer Forschung und ihren wissenschaftlichen Dienstleistungen mit der Qualität und Wirkung pädagogischer Prozesse in Unterricht und Schule. Ferner liegt der Fokus auf der konzeptuellen Beschreibung und Messung von fachlichen Leistungen, Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmalen als Aspekte der Wirkung von Bildung und Erziehung. Damit lassen sich zwei übergeordnete Schwerpunkte unterscheiden: (1) Unterrichts- und Schulforschung sowie (2) pädagogisch-psychologische Diagnostik. Hierin ordnen sich auch drei Arbeitsbereiche ein, die von Forschungsprofessuren geleitet werden.

Im Schwerpunkt Unterrichts- und Schulforschung (einschließlich des Arbeitsbereichs Individuelle Förderung und Migration) untersuchen die Forschenden mit Surveys, Videografien und quasi-experimentellen Interventionen pädagogisches Handeln. Dabei werden fachliche Inhalte, Lerngelegenheiten, konkrete Praktiken und grundlegende Qualitätsmerkmale des Unterrichts wie beispielsweise Klassenführung erfasst. Das Zusammenspiel der unterrichtlichen Komponenten (Angebot) wird mit den individuellen Lernaktivitäten (Nutzung) im Hinblick auf die erzielten Lernergebnisse analysiert. Interkulturelle und zeithistorische Vergleiche dienen ferner dazu, Grundmuster erfolgreichen Unterrichts zu identifizieren und zum Beispiel Fragen des Umgangs mit Heterogenität zu klären.

Im Schwerpunkt pädagogisch-psychologische Diagnostik (Arbeitsbereiche Educational Measurement und Technology-Based Assessment and Instruction) werden fachliche Leistungen, Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale theoretisch beschrieben, gemessen und statistisch modelliert.

Beide Schwerpunkte der Abteilung sind im internationalen Large Scale Assessment wie den PISA-Studien und der TALIS-Videostudie Deutschland verbunden, auf nationaler Ebene durch die Beteiligung am Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) und dem Nationalen Bildungspanel (NEPS).

Arbeitsbereiche der Abteilung

Individuelle Förderung und Migration

Die Forschenden dieses Arbeitsbereichs untersuchen die Förderbedarfe und Fördermöglichkeiten von ein- und mehrsprachigen Kindern in heterogenen Klassen. Erforscht werden unter anderem Möglichkeiten zur Förderung des Lesens und Rechnens in der Grundschule, wobei auf kooperative Lernformen (Peer-Learning und Kleingruppenarbeit) zurückgegriffen wird. Im Zentrum stehen dabei Fragen zur Nutzbarkeit mehrsprachiger Interaktionen für Lehr-Lernprozesse.

Educational Measurement

Der Arbeitsbereich Educational Measurement untersucht, wie sich theoretische Modelle von zu erfassenden Konstrukten sowie die Effekte von Lerngelegenheiten zu ihrem Erwerb empirisch überprüfbar in psychometrischen Modellen repräsentieren lassen.

Technology-Based Assessment and Instruction

Der Arbeitsbereich Technology-Based Assessment and Instruction befasst sich mit der Entwicklung und empirischen Überprüfung technologiebasierter Messmethoden (z. B. neue Itemformate, Effekte der Testadministration, Antwortprozesse, automatisierte Auswertung). Insbesondere entwickelt der Arbeitsbereich im abteilungsübergreifenden TBA-Zentrum Innovationen im Bereich der technologiebasierten Diagnostik.

Leitung

Direktion

Prof. Dr. Eckhard Klieme

Arbeitsbereichsleitung

Jun. Prof. Dr. Dominique Rauch, Individuelle Förderung und Migration
(Qualifikationsprofessur Empirische Bildungsforschung)

Prof. Dr. Johannes Hartig, Educational Measurement

Prof. Dr. Frank Goldhammer, Technology-Based Assessment and Instruction

Kontakt

Beate Hillenbrand-Abrie, Sekretariat

Projekte

Personen

zuletzt verändert: 16.12.2017
zuletzt verändert: 16.12.2017